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	<title>Fauldrath.net &#187; Publikationen</title>
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	<description>Suchmaschinenoptimierung &#38; Informationsarchitektur</description>
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		<title>SEO und nutzerzentrierte Navigationselemente</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 16:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsarchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesen Monat ist die erste Ausgabe des neuen Fachmagazins zum Thema Online Marketing Website Boosting erschienen. Für das Magazin zeichnet sich Prof. Mario Fischer verantwortlich, Autor des gleichnamigen Fachbuch-Bestsellers Website Boosting. Ich hatte die Ehre und Freude für die Erstausgabe einen Artikel schreiben zu können. In meinem Artikel bin ich der Frage nachgegangen, wie sich [...]


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</p><p>Diesen Monat ist die erste Ausgabe des neuen Fachmagazins zum Thema Online Marketing <a href="http://www.websiteboosting.com/" target="_blank">Website Boosting</a> erschienen. Für das Magazin zeichnet sich Prof. Mario Fischer verantwortlich, Autor des gleichnamigen Fachbuch-Bestsellers <a href="http://astore.amazon.de/fauldrathnet-21/detail/3826617037" target="_blank">Website Boosting</a>.</p>
<p>Ich hatte die Ehre und Freude für die Erstausgabe einen Artikel schreiben zu können. In meinem Artikel bin ich der Frage nachgegangen, wie sich eine Webnavigation besser auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzer anpassen lässt. Und auch wie dieses Ziel der gesteigerten Nutzbarkeit erreicht werden kann, wenn man nachfragestarke Events berücksichtigen will.</p>
<p><span id="more-216"></span></p>
<p>Wichtig ist dabei, dass die Navigation auch der Promotion unserer Inhalte für den Nutzer dient. Um Zielkonflikte konstruktiv lösen zu können, zeige ich im Artikel verschiedene Formen von Navigationselementen auf. Außerdem zeige ich, wie diese Elemente sinnvoll und relevant auf den einzelnen Seitentypen (Startseite, Kategorien, Artikel) angewendet werden können.</p>
<p><strong>Den Artikel als PDF gibt es hier: <a href="http://www.fauldrath.net/wp-content/uploads/SEO-und-Nutzerorientierte-Webnavigation.pdf" target="_blank">Nutzerorientierte Navigationselemente</a></strong></p>
<p>Ich freue mich vor allem, dass ich als SEO der Rubrik Usability gelandet bin. SEO bedeutet immer die Optimierung von Inhalten für die Nutzer von Suchmaschinen. Somit ist SEO oft auch Usability, vor allem wenn es um die Optimierung der Informationsarchitektur geht. Für einen SEO und einen Google-Nutzer sind halt alle Seiten eines Webangebots Einstiegsseiten, also müssen auch alle Seiten wie eine Einstiegsseite funktionieren!</p>


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		<title>SEO: Inhouse vs. Outsourcing</title>
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		<pubDate>Mon, 12 May 2008 17:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Maiausgabe der Zeitschrift acquisa habe ich einen Artikel zum Thema Inhouse-SEO vs. Outsourcing geschrieben. Es war mein erster Artikel für ein nicht wissenschaftliches Magazin und so musste ich mich mit recht engen Vorgaben bezüglich der Artikellänge auseinandersetzen. Diese war auf 8.000 Zeichen festgesetzt und mein erster Entwurf war nach der Einführung bereits 12.000 Zeichen [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><span class="drop_cap">F</span>ür die Maiausgabe der Zeitschrift <a href="http://www.acquisa.de/" target="_blank">acquisa</a> habe ich einen Artikel zum Thema Inhouse-SEO vs. Outsourcing geschrieben. Es war mein erster Artikel für ein nicht wissenschaftliches Magazin und so musste ich mich mit recht engen Vorgaben bezüglich der Artikellänge auseinandersetzen. Diese war auf 8.000 Zeichen festgesetzt und mein erster Entwurf war nach der Einführung bereits 12.000 Zeichen lang. Nach einiger Unterstützung von Herrn Zunke, freier Redakteur bei acquisa, habe ich aber eine Version in 8.000 Zeichen hinbekommen. Diese wurde dann von der Schlussredaktion nochmal überarbeitet. Deswegen finden Sie hier mein Originalartikel als HTML und im Anhang als jpg den Scan aus der Zeitschrift.</p>
<p>Alles im Allem bin ich mit dem Artikel zufrieden, auch wenn der Platzmangel einem zur Vereinfachung zwingt. Die Kernaussage ist aber erhalten geblieben und für den Leser ist der Text auch wesentlich leichter zu lesen als meine bisherigen Texte.<span id="more-22"></span></p>
<h2>Gefunden werden oder finden lassen?</h2>
<p>Von Jens Fauldrath, erschienen in acquisa 05/2008 Seite 32-33, Haufe Fachmedia GmbH &amp; Co. KG, Seite 32-33</p>
<p><em>Ohne Top-Platzierungen in Google kann eine Website heute kaum erfolgreich sein. Wer dort gefunden werden möchte, muss seine Seiten entsprechend optimieren – oder optimieren lassen. Doch egal ob im Alleingang oder via Agentur: ohne eigene Mitarbeit funktioniert es nie.</em></p>
<p>Für viele Websitebetreiber ist die Arbeitsweise von Google nur schwer nachvollziehbar. Deswegen hat sich hier eine eigene Dienstleistung etabliert, die Suchmaschinenoptimierung oder kurz SEO, deren Ziel es ist, Seiten in Google optimal auffindbar zu machen. Ob man diese Tätigkeit an Dritte vergibt, hängt sehr stark von den eigenen Fähigkeiten und Ressourcen ab. Es sollte in den eigenen Reihen zumindest einen Mitarbeiter geben, der ausschließlich für die Suchmaschinenoptimierung verantwortlich ist. Eine Inhouse-Lösung erfordert zudem neben dem Fach-Know-how der eigenen Mitarbeiter auch die volle Unterstützung des Managements.</p>
<p>Schulungen sind in diesem Zusammenhang ebenso nötig wie regelmäßige Zieldefinitionen, Reportings oder die Kommunikation von Fortschritten in allen beteiligten Teilen des Unternehmens. Denn SEO betrifft beispielsweise auch die redaktionellen Inhalte einer Seite. Hier muss der Spagat gelingen, dass eine Website nicht nur dem Nutzer, sondern auch der Suchmaschine &#8220;gefallen&#8221; muss. Bei einer Inhouse-Lösung sind unter Umständen in einem solchen Fall die Entscheidungswege klarer und kürzer, als bei der Auslagerung an einen Dienstleister. Aber die Herausforderungen sind ähnlich. So besteht Suchmaschinenoptimierung aus unterschiedlichen Teilbereichen, die durchaus getrennt betrachtet werden können. Wer SEO betreiben möchte, sollte daher zunächst eine Keyword- und Wettbewerbsanalyse durchführen. Erst darauf aufbauend lassen sich Technik und Informationsarchitektur optimieren. Erst ganz zum Schluss kann man über die Verlinkung die eigene Firmenseite in den Suchtreffern weiter nach oben steigen.</p>
<h2>Keywords- und Wettbewerber analysieren</h2>
<p>Unter Keyword-Analyse versteht man die systematische Ermittlung von Suchanfragen zu denen ein Anbieter gefunden werden will. Diese Keywords sollten sowohl hinreichend nachgefragt sein als auch für den Inhalt der eigenen Website stehen. Vor allem für letztere Bewertung ist oft eine externe Partei hilfreich. Wer mit dem Thema SEO beginnt, sollte auf externe Unterstützung beim Thema Keyword-Analyse nicht verzichten. SEO-Dienstleister können hierbei meist auf Erfahrungen aus anderen Projekten zurückgreifen und kennen sich mit entsprechenden Tools zur Keyword-Recherche aus. Generell kann man sich aber auch selbst in das Thema einarbeiten und gegebenenfalls fachfremde Dritte die ausgewählten Keywords kommentieren lassen.<br />
Wenn die Keywords definiert sind, sollten diese hinsichtlich der Konkurrenzsituation in den Ergebnisseiten bewertet werden. Hier hilft die Erfahrung guter SEO-Dienstleister weiter. Sie können meist exakt sagen, wie stark die aktuell bei Google gefundenen Webseiten sind und mit welchem Aufwand zu rechnen ist, andere zu verdrängen. Spätestens jetzt muss zwangsläufig jeder selbst mitarbeiten. Denn anhand dieser Information sollte man die endgültigen Keywords definieren, und diese Entscheidung sollte eine Firma möglichst nicht an eine Agentur delegieren.</p>
<h2>Technik optimieren</h2>
<p>Um gefunden zu werden, versuchen Suchmaschinen Websites zu indexieren. Ziel sollte sein, möglichst alle Seiten in den Index zu bekommen, also keine ungewollten technischen Hürden zu errichten. Denn nur Inhalte, die Google indexieren kann, können später optimiert und gefunden werden. Eine Grundregel lautet in diesem Zusammenhang, dass eine Seite immer nur unter einer URL erreichbar sein soll. Ebenso sollten Spezial-Techniken (zum Beispiel Frames oder Session-IDs) vermieden sowie Inhalte nicht hier Drop-Down Menüs und Eingabemasken versteckt werden. Auch das Thema der sprechenden URLs, also Webadressen die der Nutzer lesen und verstehen kann, fällt mit in diesen Bereich. Schlussendlich müssen aber auch alle Elemente der Website mit den korrekten HTML-Tags ausgezeichnet und der Code generell valide sein. Das sollte der Fachmann in den eigenen Reihen können.</p>
<p>Agenturen die versprechen, dass die eingesetzten Techniken und Methoden keinen Eingriff in Ihrer Website erfordern, sollte man kritisch hinterfragen. Grundsätzlich müssen diese Themen geprüft und gegebenenfalls gelöst werden, wenn man langfristig Erfolg haben will. Eine gute Agentur kann aber einen Maßnahmenkatalog zusammenstellen. Die Umsetzung lässt sich jedoch nur selten direkt von der Agentur durchführen, da sie teilweise tiefe Eingriffe in die Website erfordern.</p>
<h2>Informationsarchitektur optimieren</h2>
<p>Informationsarchitektur bezeichnet die Konzeption und Definition der Struktur eines Informationssystems, in diesem Fall eine Website. Ziel ist es eine nachvollziehbare Struktur zu schaffen, damit Nutzer beziehungsweise Kunden die Website verstehen können. Struktur-Elemente wie Überschriften oder Navigation zeigen Nutzern und Suchmaschinen gleichermaßen, welche Inhalte wie wichtig sind.</p>
<p>So muss der User beispielsweise einerseits erkennen, welche Inhalte er auf der Seite findet. Andererseits sollte auch deutlich aufgezeigt werden, wie er von dort zu weiteren Informationen oder ähnlichen Produkten finden. Denn Nutzer von Suchmaschinen landen oft tief im Webangebot und haben sich nicht selbst dorthin navigiert. Wer dann das Gefühl bekommt, dass weitere Informationen nur schwer zu finden sind, wird wieder zu Google zurückkehren.</p>
<p>Die Optimierung der Informationsarchitektur erfordert sehr viel Erfahrung sowie eine gute Websiteanalyse, vor allem bei großen und komplexen Websites. Damit die Maßnahmen auch für Suchmaschinen verständlich sind, müssen die Anforderung aus der technischen Optimierung berücksichtigt werden. Es gibt einige SEO-Agenturen die sich auf die Optimierung der Informationsarchitektur spezialisiert haben.</p>
<h2>Linkbuilding optional outsourcen.</h2>
<p>Für das Ranking einer Seite berücksichtigt Google auch den so genannten Pagerank. Je höher dieser ausfällt, desto größer ist die Chance auf eine gute Platzierung. Hier gilt es, zunächst eigene Kontakte hinsichtlich einer möglichen Verlinkung zu prüfen. Lieferanten, Kunden, Filialen, Verbände und andere Partner sind immer auch potentielle Linkpartner. Danach wird es komplizierter, wer hier keine Erfahrung hat wird sich schwer tun. Links zu kaufen, ist von Google nicht gern gesehen. Wer hier auf eigene Faust auf Einkaufstour geht, kann sich leicht eine Abstrafung seitens Google einfangen. Aber das Linkbuilding lässt sich sehr gut extern vergeben. Es sind keine Eingriffe auf der eigenen Website notwendig und Erfahrung zahlt sich hier aus. Allerdings gibt es seitens der Agenturen sehr unterschiedliche Verständnisse. Vermeiden sollte man Dienstleister, die ausschließlich auf einen Linkaufbau aus dem eigenen Netzwerk setzen. Hier gerät ein Unternehmen schnell in Abhängigkeiten &#8211; immerhin kann die Agentur die Links auch jederzeit wieder entfernen. Eine gute Strategie setzt zu Beginn auf die vorhandenen Netzwerke der Agentur, ersetzt und ergänzt diese Links aber nach und nach durch eigene akquirierte themenrelevante Links.</p>
<p>Aber egal, ob SEO nun komplett im eigenen Haus oder extern durchgeführt werden soll, ohne eigene Mitarbeit kann es nicht erfolgreich sein. Die Suchmaschinenoptimierung verlangt tiefe Eingriffe in bestehende Prozesse, weswegen die volle Unterstützung aus dem Topmanagement unbedingt gegeben sein muss. Jeder hat seinen Teil beizutragen, eine Agentur kann unterstützen. Gerade zu Beginn und bei speziellen Themen sollte man auf diese Unterstützung nicht verzichten. Mittelfristig kann man so auch genug Erfahrungen sammeln, um später SEO Inhouse erfolgreich zu betreiben.</p>
<h3><strong>Vorteile Inhouse-SEO</strong></h3>
<ul>
<li>Prozessabläufe sind bekannt</li>
<li>Schnelles Eingreifen möglich</li>
<li>Kontrolle über alle Maßnahmen (inklusive Budget)</li>
<li>Involvierte Abteilungen und Stakeholder sind bekannt</li>
</ul>
<p><strong>Vorteile Outsourcing</strong></p>
<ul>
<li>Zugriff auf Kompetenz und Netzwerk einer Agentur</li>
<li>Aktuelle Marktkenntnisse (wenn diese nicht intern vorliegen)</li>
<li>Externe Tools können genutzt werden</li>
<li>Erfolgsabhängige Bezahlung möglich</li>
</ul>
<p>Hier gibt es den Artikel als PDF: <a href="http://www.fauldrath.net/dokumente/SEO-Inhouse-vs-Outsourcing.pdf">SEO: Inhouse vs. Outsourcing</a></p>


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		<title>Evaluierung der Selbstbeschreibungsfähigkeit von Webnavigationen anhand von Suchpopularitäten</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 17:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Jens Fauldrath &#38; Andreas Rembow Erschienen in: Informationen in Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft, Proceedings der 29. Online-Tagung der DGI, Frankfurt am Main 10-12.10.2007, Herausgegeben von Marlies Ockenfeld, ISSN 1438-9290 1. Einleitung Wie die Markt-Media-Studie der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e.V. (AGOF 2006) nachweist, nutzen aktuell 58% der deutschen Bevölkerung über 14 Jahren das Internet. Eine wöchentliche Nutzung [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p align="center">von Jens Fauldrath &amp; Andreas Rembow<br />
Erschienen in: <strong>Informationen in Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft, Proceedings der 29. Online-Tagung der DGI, Frankfurt am Main 10-12.10.2007, Herausgegeben von Marlies Ockenfeld, ISSN 1438-9290</strong></p>
<h2>1. Einleitung</h2>
<p>Wie die Markt-Media-Studie der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e.V. (AGOF 2006) nachweist, nutzen aktuell 58% der deutschen Bevölkerung über 14 Jahren das Internet. Eine wöchentliche Nutzung konnte sogar bei 50,7 % der Bevölkerung nachgewiesen werden. Das Internet ist somit als breit genutztes Informationsmedium anzusehen. Die Breite der Nutzerschaft lässt allerdings auch ein hohes Maß an Heterogenität der Nutzung vermuten. Diese wird durch die unterschiedlichen Nutzungsszenarien je Nutzer, wie z.B. private oder berufliche Nutzung etc. weiter verstärkt.</p>
<p>Diese heterogenen Nutzungsszenarien stellen Anbieter von Webangeboten vor große Herausforderungen, zumindest wenn die Webangebote eine hohe Nutzung anstreben.Die DIN EN ISO 9241-110, Grundsätze der Dialoggestaltung, definiert die Benutzungsschnittstellen von interaktiven Systemen, wie Webseiten oder Software. Folgende Grundsätze gelten für die Gestaltung und Bewertung der Schnittstelle zwischen Benutzer und System (Dialoggestaltung):</p>
<ul>
<li>Aufgabenangemessenheit</li>
<li>Selbstbeschreibungsfähigkeit</li>
<li>Steuerbarkeit</li>
<li>Erwartungskonformität</li>
<li>Fehlertoleranz</li>
<li>Individualisierbarkeit</li>
<li>Lernförderlichkeit</li>
</ul>
<p>BRÄUTIGAM (2006) gibt unter Berufung auf die DIN EN ISO 9241-110, Grundsätze der Dialoggestaltung, vor allem Hinweise auf die Ausgestaltung diverser Navigationsarten. Zur Benennung der Navigationspunkte findet sich aber nur dieser recht allgemein gehaltene Hinweis:</p>
<p align="center"><em>Ein Link in Textform sollte eine möglichst genaue Beschreibung des Zielobjektes beinhalten. Aus der aussagekräftigen Bezeichnung sollte eindeutig hervorgehen, welche Informationen am Ziel angeboten werden.</em></p>
<p>Wie sieht aber die hier geforderte genaue Beschreibung des Zielobjekts aus, vor allem wenn diese Beschreibung von der zuvor beschriebenen heterogenen Nutzergruppe verstanden werden soll? Antwort hierauf könnten Methoden der Suchmaschinenoptimierung geben. Diese Methoden dienen dazu, dass Webseiten zu relevanten Suchanfragen optimal in Websuchmaschinen auffindbar sind. Die Suchmaschinenoptimierung muss sich demzufolge ebenfalls mit dem Problem von relevanten Beschreibungen von Webseiten auseinandersetzen, nutzt hierzu aber nicht das Fachwissen des Websitebetreibers, sondern versucht vielmehr das Vokabular der anvisierten Zielgruppe zu antizipieren. Ziel dieses Beitrags ist es, diese Methoden als weitere Kriterien zur Entwicklung und Prüfung von Websitenavigationen einzuführen und hinsichtlich der Eignung zur Evaluierung der Selbstbeschreibungsfähigkeit von Navigationselementen zu prüfen.</p>
<h2><span> <span id="more-40"></span>2. Websitenavigation </span></h2>
<p><span> Zur Selbstbeschreibungsfähigkeit im Sinne der DIN EN ISO 9241-110, Grundsätze der Dialoggestaltung, liefert HOFMANN (2005) folgende Definition: </span></p>
<p align="center"><span> <em> Ein interaktives System muss so gestaltet werden, dass sein Benutzer jede Rückmel-dung unmittelbar oder auf Anfrage nachvollziehen kann. Unverständliche oder fehlende Rückmeldungen sind Verstöße gegen die Selbstbeschreibungsfähigkeit. </em> </span></p>
<p><span> Der Darstellung einer Website im Browser des Nutzers ist somit die erste für den Nutzer sichtbare Rückmeldung des Webservers an den Nutzer. Und diese erste Rückmeldung muss in sich die geforderte Selbstbeschreibung erfüllen. Eine Website ohne oder mit einer nicht verständlichen Navigation gibt in diesem Sinne keine Auskunft über die vorhandenen Inhalte und über die Art der Nutzung. </span></p>
<h3><span> 2.1. Navigation als Ordnungs- und Leitsystem </span></h3>
<p><span> Die Navigationselemente einer Website sollen Struktur in das Angebot bringen und den Nut-zer zu den gesuchten Inhalten führen. NIELSEN (2001, S.198) schreibt hierzu folgendes: </span></p>
<p align="center"><span> <em> Die Aufgaben die der Benutzer in Ihrer Site erledigen möchte, sollten deren Struktur bestimmen &#8211; auch wenn das dazu führen sollte, dass auf einer einzelnen Seite Informationen aus zwei völlig unterschiedlichen Abteilungen untergebracht sind. </em> </span></p>
<p><span> Der Autor stellt hier bereits den Nutzer und seine Bedürfnisse bzw. sein Verständnis in den Vordergrund. Websites sollten also nachfrageorientiert und nicht angebotsorientiert erstellt werden. Eine fachlich korrekte Erschließung der Inhalte durch die Navigation wird hier also zugunsten der Verständlichkeit und Bedienbarkeit selbiger zurückgestellt. </span></p>
<p><span> Diese Forderung wird umso verständlicher, wenn man bedenkt, dass Webnutzer sehr viele unterschiedliche Webangebote nutzen und ihre Erfahrungen daher von verschiedenen Angeboten geprägt. Das Bedürfnis und die Fähigkeit, die von den Anbietern fachlich korrekte Erschließung von Inhalten immer wieder erneut zu erlernen, werden von den Autoren eher als gering eingeschätzt. </span></p>
<p><span> KRUG (2006, S.59) benennt außerdem eine weitere Funktion der Navigation. Sie soll dem Nutzer etwas zum festhalten bieten und vermittelt so auch Sicherheit. Dieser Aufgabe wird die Navigation nur gerecht, wenn sie vom Nutzer verstanden wird. </span></p>
<p><span> Abschließend bleibt festzuhalten, dass nur eine verständliche Navigation als Ordnungs- und Leitsystem einer Website dienen kann. Das Gebot der Verständlichkeit resultiert aber direkt darin, dass die Benennung der Navigationselemente am Vokabular des Nutzers orientiert sein sollte. </span></p>
<h3><span> 2.2. Navigation zur Darstellung der inhaltlichen Breite &amp; Tiefe </span></h3>
<p><span> Die Hauptnavigation einer Website zeigt dem Besucher auf den ersten Blick, welche Inhalte und Dienste das Webangebot für ihn bereithält. NIELSEN (2001, S.187-197) spricht hier von der Frage &#8220;Wohin kann ich gehen&#8221;, die die sichtbaren Navigationsmöglichkeiten beantworten. Kurzum, die Navigation sagt uns, was wir vorfinden können (KRUG 2006, S.60). Somit kommt der Navigation auch eine wichtige Funktion hinsichtlich der Vermarktung der Inhalte zu. Inhalte und Themen, die nicht direkt in der Navigation sichtbar sind, können bestenfalls von den Nutzern als Unterpunkte zu sichtbaren Navigationspunkten antizipiert werden. </span></p>
<p><span> Es besteht aber auch das realistische Risiko, dass viele Nutzer einfach davon ausgehen, die Inhalte dieser unsichtbaren Unterpunkte nicht vorfinden zu können. In diesem Fall werden sie sich auf anderen Webseiten nach den gesuchten Inhalten umsehen. Im erweiterten Sinn führt eine anbieterorientierte Navigation zu einer verminderten Nutzung des Webangebots, da sie nachgefragte Inhalte nicht in ausreichender Weise priorisiert. Auch der Aspekt der inhaltlichen Beschreibung des Angebots führt zur Forderung, dass diese am Nutzerinteresse auszurichten ist und eine fachlich korrekte hierarchisch organisierte Navigation als nachran-gig zu betrachten ist. Vielmehr kann durch die Implementierung einer nutzerzentrierten Navi-gation geprüft werden, ob die inhaltlichen und redaktionellen Schwerpunkte des Angebots überhaupt im Nutzerinteresse liegen und gegebenenfalls Ressourcen im Unternehmen marktgerecht zugeteilt werden. </span></p>
<p><span> </span></p>
<h3>2.3. Navigation beim Quereinstieg in Websites</h3>
<p>Durch die Hypertextstruktur des Internets und die &#8211; durch Hyperlinks ermöglichten &#8211; logischen Verbindungen einzelner Webseiten wird den Internetnutzern auch der Quereinstieg in Websites ermöglicht.<br />
Dieses Nutzungsszenario erhöht die Anforderung an die explizite Selbstbeschreibungsfähigkeit der Navigation. Vor allem die teilweise anzutreffenden Benennungen von Unterpunkten, die nur im Context mit dem zugehörigen Hauptnavigationspunkt einen Sinn ergeben, erschwert Nutzern, die mittels Weiterleitung eine neue Website betreten, das Verständnis des Angebots.</p>
<p>Zusätzlich ergibt sich auch hier wieder die Forderung, dass die Inhalte, die im Fokus des Nutzerinteresses stehen, in der Navigation entsprechend prominent dargestellt werden sollten. Hierdurch kann vermieden werden, dass Nutzer, die durch Hyperlinks zum entsprechenden Webangebot finden, unnötig tief im Angebot landen und das Verständnis über das Gesamtangebot weiter erschwert wird.</p>
<p>Die Nutzung von Suchmaschinen, der heute eine große Bedeutung im Internet zukommt, ermöglicht ebenfalls der Quereinstieg in ein Webangebot. Dieses Phänomen und die Möglichkeiten, die Suchmaschinen beim Gestalten der Benennungen von Navigationselementen bieten,  soll im nächsten Kapitel einmal genauer betrachtet werden.</p>
<h2>3. Suchmaschinen</h2>
<p>Suchmaschinen stellen heute für alle Internetnutzer eine wichtige Instanz bei der Suche nach Informationen, Produkten oder Webseiten dar und sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Sie sind so für viele Menschen zu einem Alltagsinstrument im privaten Bereich ebenso wie im Beruf geworden.</p>
<p>Einen Hinweis darauf, dass sich ein Großteil der Internetnutzer den Möglichkeiten von Suchmaschinen bedient, liefern auch Erhebungen über die persönliche Relevanz und Benutzung von Onlineangeboten. So wurden in einer Studie (AGOF 2006) Internetnutzer befragt, ob sie bestimmte Themen und Angebote nutzen. Nach der Nutzung des Internets zum Versenden und Empfangen privater E-Mails, die von 86,2 Prozent der Befragten als am Häufigsten genutzte Internetanwendung angegeben wurde, kam die Recherche in Suchmaschinen bzw. Web-Katalogen auf den zweiten Platz. 85 Prozent der Befragten gaben an, diese in einer bestimmten Regelmäßigkeit zu nutzen.</p>
<p>Aufgrund der fast verschwundenen Marktpräsenz von Webkatalogen (LEWANDOWSKI 2007) &#8211; selbst Yahoo! bietet die eigene Websuche wesentlich prominenter an, als den Webkatalog &#8211; kann man davon ausgehen, dass der Großteil der Befragten Suchmaschinen zum Auffinden von Websites den Katalogen vorziehen wird. Ein Grund für diese Entwicklung dürfte bei den Web-Katalogen selbst zu finden sein. Diese unterliegen zunächst einem durch den Anbieter erstellten, präkoordiniertem Klassifikationssystem. Der Benutzer muss diese Klassifikation zunächst erlernen, um gewünschte Inhalte auffinden zu können. Dieser Lernprozess entfällt bei der Nutzung von Suchmaschinen.</p>
<p>Da man davon ausgehen kann, dass die Anzahl der im Internet verfügbaren Dokumente auch weiterhin steigen wird, werden Suchmaschinen auch zukünftig eine wichtige Rolle bei der Benutzung des Internets spielen. Daher wird auch die Erforschung des Nutzerverhaltens bei Suchmaschinen zukünftig von großem Interesse sein, um die Suchmaschinen und auch Inhaltsangebote noch besser auf die Bedürfnisse der Benutzer anpassen zu können.</p>
<p>Zur Untersuchung des Nutzerverhaltens stellt BRODER (2002) eine Taxonomie der Suchanfragen als Methode vor, die auch bei LEWANDOWSKI (2006) aufgegriffen wird. Hierbei werden die Suchanfragen in die drei Klassen navigationsorientiert (navigational), informationsorientiert (informational) und transaktionsorientiert (transactional) unterteilt.</p>
<p>Bei navigationsorientierten Anfragen ist es das Ziel, eine bestimmte Website wieder zu finden bzw. erstmals aufzufinden. Dabei ist diese dem Nutzer bekannt bzw. geht er davon aus, dass es diese gibt. Bei dieser Art der Anfrage geht es meist um Personen des öffentlichen Lebens oder Firmen. Diese Anfragen haben nur ein korrektes Ergebnis, so dass das Informationsbedürfnis befriedigt ist, wenn das entsprechende Angebot gefunden wurde.</p>
<p>Anders ist dies bei informationsorientierten Anfragen. Hier ist das Informationsbedürfnis oftmals nicht durch die Inhalte einer Website befriedigt. Der Nutzer möchte sich zu einem bestimmten Themenkomplex informieren. Es wird vermutet, dass in diesem Fall nur nach statischen Inhalten gesucht wird, so dass keine weitere Interaktion mit einer entsprechenden Website nötig ist.</p>
<p>Im Gegensatz dazu stehen die transaktionsorientierten Anfragen. Ziel ist es hierbei, Webseiten aufzusuchen, auf denen anschließend eine Transaktion durchgeführt werden soll. Dies können z.B. Downloads, Produktkäufe oder Datenbankabfragen sein.</p>
<p>Im Rahmen einer Untersuchung verschiedner, deutscher Suchmaschinen wurde von LEWANDOWSKI (2006) festgestellt, dass bei den deutschsprachigen Suchmaschinen durchschnittlich 45 Prozent der Anfragen informationsorientiert, 40 Prozent navigationsorientiert und 15 Prozent transaktionsorientiert sind. Im Vergleich zu den Erkenntnissen aus dem englischsprachigen Raum von BRODER (2002) wird so deutlich, dass in Deutschland die Zahl der informationsorientierten Anfragen in etwa gleich sind, wohingegen die navigationsorientierten Anfragen einen wesentlich höheren Anteil und die transaktionsorientierten Anfragen einen erheblich geringeren Anteil ausmachen.</p>
<p>Während man bei den navigationsorientierten Suchanfragen davon ausgehen kann, dass man von der Ergebnisseite der Suchmaschine auf die Homepage einer Website gelangt, ist dies gerade bei den informationsorientierten und transaktionsorientierten Suchanfragen &#8211; und somit bei mehr als der Hälfte &#8211; eher unwahrscheinlich. Hier könnte es sein, dass die Suchmaschine einzelne Webseiten auf der Suchergebnisseite präsentiert, die tief innerhalb der jeweiligen Webangebote liegen können. Der Benutzer muss an dieser Stelle die Struktur der Website anhand der Navigation insoweit verstehen können, dass er weitere interessante und relevante Inhalte direkt innerhalb des Angebots ansteuern kann.</p>
<p>Die Navigation muss also &#8211; wie beim Einstieg in eine Website über einen Hyperlink &#8211; durch den Benutzer direkt verstanden werden können. Dieses intuitive Verständnis kann sichergestellt werden, indem man sich bei der Gestaltung der Navigationselemente der Sprache der eigenen Benutzer bedient. Können die Benutzer mit den Benennungen der Elemente unmittelbar umgehen, so können sie wahrscheinlich auch antizipieren, welche Inhalte hinter den Begrifflichkeiten stehen.</p>
<p>Die Methode, den Sprachgebrauch der Benutzer auf die Inhalte von Websites anzuwenden, wird auch bei der Suchmaschinen-Optimierung, einem Bereich des Suchmaschinen-Marketings, angewandt. Hierbei wird versucht, eine entsprechende Positionierung zu Beginn der Suchergebnisseite für eine Webseite zu erzielen. Dies geschieht auch über das gezielte Platzieren populärer Suchbegriffe innerhalb der HTML-Elemente der Webseite. Um die besten Begriffe zu identifizieren, bedient man sich im Rahmen der Planungsphase von Aktivitäten im Suchmaschinen-Marketing der sogenannten Keyword-Analyse. Hier werden mittels verschiedener Methoden relevante und populäre Keywords ermittelt. Den exakten Ablauf dieser Planungsphase stellen STUBER (2004) und ERLHOFER (2006) vor.</p>
<p>Diese Keyword-Analyse und die damit verbundene Auswahl der korrekten Begriffe ist eine der wichtigsten Phasen im Suchmaschinen-Marketing und stellt somit eine zentrale Funktion sowohl für den Bereich der Keyword-Werbung als auch für die Suchmaschinen-Optimierung dar.</p>
<p>STUBER (2004) beschreibt, dass für die Qualität des Kontakts mit einem potentiellen Kunden im Suchmaschinen-Marketing der Moment der Kontaktaufnahme selbst entscheidend ist. Dieser Moment wird durch die Eingabe einer Anfrage in das Suchformular eines Suchdienstes eingeleitet. ERLHOFER (2006) räumt in diesem Zusammenhang den Keywords ebenfalls eine wichtige Rolle ein. Demnach ist davon auszugehen, dass Keywords der Schlüssel sind, mit dem die Besucher auf eine entsprechende Website kommen.</p>
<p>Zentraler Punkt ist also die Fragestellung, mit welchen Suchbegriffen eine Webseite gefunden werden soll. Hierzu muss man aus der Sicht der Besucher denken muss, um letztendlich treffende Keywords zu finden.<br />
Da die von den Nutzern eingegebenen Suchanfragen an den Webserver der Suchmaschine übermittelt werden, kann man diese aus den Logfiles der Server extrahieren. Somit können Suchmaschinen-Anbieter auf Basis der extrahierten Daten eine Vorstellung vom bevorzugten Sprachgebrauch der Suchenden bekommen.<br />
Daher scheint es bei der initialen Benennung oder der Evaluierung von Navigationselementen sinnvoll zu sein, gerade die Suchpopularitäten bestehender Benennungen und möglicher Alternativen mit in Betracht zu ziehen, um deren explizite Selbstbeschreibungsfähigkeit überprüfen zu können.</p>
<h2>4. Keyword-Popularität als Qualitätskriterium für Navigationsbenennungen</h2>
<p>Wie bereits im Kapitel zwei, Websitenavigationen, beschrieben, erfüllt die Navigation eines Webangebots lt. NIELSEN (2001) folgende Aufgaben:</p>
<ul>
<li>Wo bin ich?</li>
<li> <span> Wo bin ich gewesen? </span></li>
<li> <span> Wohin kann ich gehen? </span></li>
</ul>
<p><span> </span> <span> Zum dritten Punkt ergänzt KRUG (2006), dass die Navigation dem Nutzer auch Auskunft darüber gibt, was er auf der jeweiligen Website vorfinden wird. Somit stellt die Navigation eine besondere Art einer auf Schlagworten basierenden Inhaltsbeschreibung dar. </span></p>
<p><span> Um diese Aufgaben zu erfüllen, sollten sich die Benennungen der Navigationspunkte am Nutzervokabular orientieren. Zur Ermittlung des Nutzervokabulars und der optimalen Strukturierung werden von Usability-Agenturen Verfahren wie die Verständlichkeitsprüfung, die Kartensortierung, die Priorisierung oder auch die freie Assoziation herangezogen (FREES/BOSENICK 2004). </span></p>
<p><span> Üblicherweise beschränken sich solche Usability-Studien aber auf die Befragung von 20 bis 30 Probanden. Zusätzlich zum Wording werden hier aber auch Fragen zur Struktur der Web-site geklärt. Für mittelgroße bis große Websites können diese Ergebnisse bestenfalls erste Anhaltspunkte geben. Die Anzahl der Befragten ist weit von einer repräsentativen Stichprobe entfernt. Eine statistische Signifikanz kann so nicht hergestellt werden. Es besteht hier ein dringender Bedarf an ergänzenden quantitativen Methoden. </span></p>
<p><span> Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) dient die Keywordanalyse dazu, dass Vokabular der Nutzer mithilfe von Keyword-Datenbanken zu erheben (ERLHOFER 2006). BATTELLE (2005) schreibt hierzu, dass die wahre Macht von Suchmaschinen nicht in ihren Indizes besteht, sondern vielmehr darin, dass sie über Datenbanken von Absichten verfügen, die Millionen von Suchanfragen gespeichert haben. Der Inhalt dieser Datenbanken kann die geforderte quantitative Datenbasis zur Bewertung der Usability bilden. </span></p>
<h3><span> 4.1. Allgemeiner Popularitätsindex </span></h3>
<p><span> Die Beobachtung von Suchenden auf Websites und Suchmaschinen stellt eine Methode nichtreaktiven Vollerhebung von Nutzerbedürfnissen und Intentionen dar (SCHMIDT-MÄNZ 2007). Im Rahmen der Evaluierung von Websitenavigationen können uns die Anfragefrequenzen von Keywords an Websuchmaschinen Aufschluss über das allgemein präferierte Wording geben. </span></p>
<p><span> Der nachfolgend vorgestellte allgemeine Popularitätsindex dient hierbei als Instrument um die Vermarktungsfähigkeit und Verständlichkeit von Navigationen verschiedener Generel-Interest-Portale zu vergleichen. Unter Vermarktungsgüte versteht man hierbei die Frage, ob alle vom Nutzer stark nachgefragten Inhalte auch in der Navigation vorkommen. Unter Ver-ständlichkeit versteht man in diesem Kontext das bereits beschriebene Problem der korrekten Benennung der Navigationspunkte. </span></p>
<p><span> Der Popularitätsindex der jeweils zu vergleichenden Portale wird wie folgt ermittelt: </span></p>
<p><span> Zu jedem Navigationspunkt der Hauptnavigationen werden die jeweiligen Suchhäufigkeiten an Websuchdienste ermittelt. In diesem konkretem Fall wurden die Suchhäufigkeiten an die <a href="http://suche.t-online.de/toi/html/de/startseite_de.html" target="_blank">T-Online Websuche </a> im März 2007 herangezogen. </span></p>
<p><span> Für jedes Portal wird die Summe der Anfragehäufigkeiten aller Navigationspunkte ermittelt. Die Summe steht hier für die Vermarktungsfähigkeit. Je höher die Summe ist, desto mehr der vorhandenen Inhalte werden dem Nutzer angeboten. </span></p>
<p><span> Die Summe der jeweiligen Portalnavigationen wird anschließend durch die Anzahl der Navi-gationspunkte der jeweiligen Portale dividiert. Der so ermittelte Wert steht für die durchschnittliche Verständlichkeit der Navigationspunkte. Je höher der Wert desto besser sind im Durchschnitt die einzelnen Navigationspunkte zu verstehen (vgl. Abbildung 1). </span></p>
<p><span> </span> <span> </span></p>
<div>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-44 aligncenter" title="pop-index" src="http://www.fauldrath.net/wp-content/uploads/2007/10/pop-index.jpg" alt="pop-index" /></p>
</div>
<p><span> </span> <span> Um die Ergebnisse der untersuchten Portalnavigationen zu vergleichen, werden diese in einem Diagramm zusammengefasst  Portalnavigationen (vgl. Abbildung2). </span></p>
<p><span> </span> <span> </span></p>
<div>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-45 aligncenter" title="pop-index-diagram-gi-portale" src="http://www.fauldrath.net/wp-content/uploads/2007/10/pop-index-diagram-gi-portale.jpg" alt="Abbildung 2: Gegenüberstellung Popularitätsindizes Portalnavigationen" /></p>
<p style="text-align: center;">
</div>
<p>Der Popularitätsindex eignet sich sehr gut um ein Benchmarking von Websitenavigationen verschiedener Anbieter durchzuführen oder um unterschiedliche Navigationsvarianten vergleichbar zu machen. Vor allem das erste Anwendungsszenario dient dazu festzustellen, ob ein akuter Handlungsbedarf besteht oder die aktuelle Navigation als wettbewerbsfähig anzusehen ist.</p>
<p>Aufgrund des Abstraktionsniveaus können aber keine direkten Handlungsoptionen abgeleitet werden. Dennoch lässt sich sehr gut feststellen, welcher Anbieter seine Navigation zur Promotion der eigenen Inhalte nutzt (hier MSN &amp; Lycos), was zu langen Navigationen führt, und welche Anbieter auf eine Verständlichkeit der Navigationen priorisieren (hier web.de und Yahoo!).</p>
<p>In diesem Vergleich stellt die Navigation von Yahoo! den besten Kompromiss zwischen der Vermarktungsfähigkeit und Verständlichkeit dar. Im Bezug auf die Vermarktungsfähigkeit der Navigation muss sich Yahoo! nur msn und Lycos geschlagen geben. Bezüglich der Verständlichkeit führt Yahoo! allerdings den Vergleich an. Somit wird klar, dass durch viele Navigationspunkte zwar eine insgesamt höhere Vermarktungsfähigkeit erreicht werden kann, diese allerdings zu Lasten der Verständlichkeit geht.</p>
<p>Die Navigationen von AOL &amp; T-Online sind &#8211; bei einer mit Yahoo! vergleichbaren Menge an Navigationspunkten &#8211; weniger verständlich als die Navigationen der Wettbewerber bei gleichzeitig schlechterer Vermarktungsgüte. Hier zeigt sich ein akuter Handlungsbedarf.</p>
<p>Um das schlechte Abschneiden der Navigationen zu ergründen, müssen die einzelnen Navigationspunkte gesondert betrachtet werden. Am beispielhaften Vergleich von T-Online und Yahoo! zeigt sich, dass die Navigationspunkte &#8220;Leben&#8221; und &#8220;Unterhaltung&#8221; keine Nachfrage von Nutzerseite gegenüberstehen und so der Versuch Inhalte zugunsten einer überschaubaren Navigation zu rubrizieren, zu nicht deskriptiven Navigationspunkten führen kann.</p>
<p>In der Rubrik &#8220;Leben&#8221; finden sich beispielsweise die sehr populären Themen &#8220;Horoskope&#8221; und &#8220;Diät&#8221;, In der Rubrik &#8220;Unterhaltung&#8221; die ebenfalls populären Themen &#8220;Kino &amp; TV&#8221; sowie &#8220;Musik&#8221;. Zwar verfügt auch Yahoo! über einen nicht deskriptiven Navigationspunkt &#8220;Entertainment&#8221;, die populären Themen &#8220;Musik&#8221; und &#8220;TV&#8221; werden aber nochmals gesondert als Navigationspunkte aufgeführt.</p>
<p>Teilweise werden aber durchaus populäre Themen suboptimal benannt. So wird beispielweise &#8220;Lotterie&#8221; 23-mal nachgefragt während für &#8220;Lotto&#8221; im Vergleichszeitraum mehr als 24.000 Suchanfragen registriert wurden. Aufgrund der generellen Länge der hier untersuchten Navigationen, und der Tatsache, dass Webseiten oft nur überfolgen werden (vgl. KRUG 2006, NIELSEN 2001, ERLHOFER 2006), können falsch benannte Navigationspunkte beim scannen der Navigation schlicht übersehen werden. Nicht vorhandene Themen, wie hier Horoskope, Diät etc., können überhaupt nicht wahrgenommen werden. Einige Benutzer werden hier wohl den Schluss ziehen, dass diese Inhalte nicht angeboten werden.</p>
<h2>4.2. Thematischer Popularitätsindex</h2>
<p>Das bisherige Beispiel war zur Einführung gut geeignet, sind doch für General-Interest-Portale a priori alle Themen relevant. Allerdings dürfte die Anzahl an General-Interest-Portalen in Deutschland überschaubar sein. Hier muss die vorgestellte Methodik angepasst werden.</p>
<p>Thematisch fokussierte Webangebote sollten hier zum Ziel haben eine innerhalb des jeweiligen Themenbereichs möglichst populäre Navigation für die Nutzer bereitzuhalten. Der allgemeine Popularitätsindex kann hier nicht angewendet werden.  Das Konzept muss daher angepasst werden. Anstatt die Popularität aller Navigationselemente zu ermitteln, werden beim thematischen Popularitätsindex nur themenrelevante Benennungen berücksichtigt.</p>
<p>Nicht berücksichtigt werden folgende Navigationspunkte:</p>
<ol>
<li>Alle nicht thematischen Navigationspunkte wie &#8220;Über uns&#8221;, &#8220;Homepage&#8221;, &#8220;Partner&#8221; etc.</li>
<li>Alle Navigationspunkte die die Inhalte nur formal beschreiben.</li>
</ol>
<p>Hier vor allem Punkte wie &#8220;News&#8221;, &#8220;Testberichte&#8221; etc. Diese Navigationspunkte beschreiben die Inhalte nur formal, nicht aber inhaltlich. So wird beispielsweise im Beobachtungszeitraum über 250-mal nach Testberichten gesucht. Das Thema der gesuchten Testberichte lässt sich anhand dieser Anfragen aber nicht antizipieren.</p>
<p>Die Übernahme solcher Suchanfragen nach bestimmten Inhaltsarten führt, vor allem bei thematisch eng fokussierten Webangeboten, zu einer Übergewichtung von Navigationspunkten die nur die Inhaltsart beschreiben.</p>
<p>Zur Ermittlung des durchschnittlichen Popularitätsindex pro Navigationspunkt werden dennoch alle Navigationspunkte gezählt, auch wenn zur Summenbildung nur die Suchfrequenzen der themenrelevanten Suchanfragen herangezogen werden. Navigationspunkte die nicht themenrelevant sind erschweren es vor allem Erstnutzern das Thema einer Seite ad hoc erfassen zu können.</p>
<p>So benennt beispielsweise das DSL-Portal DSLWEB den Navigationspunkt zur Tarifübersicht &#8220;DSL Tarife&#8221; anstatt nur &#8220;Tarife&#8221;. Durch die explizite Beschreibung, welche Tarife hier zu finden sind, wird dem Nutzer klar kommuniziert, dass er hier nur DSL-Tarife finden wird und gleichzeitig die thematische Fokussierung des Webangebots unterstrichen.</p>
<h2>5. Anwendung des Popularitätsindex</h2>
<p>Die Qualität des Popularitätsindex hängt maßgeblich von der Qualität der zugrundeliegenden Keyword-Datenbanken ab. Die hier gezeigten Beispiele basieren auf der Auswertung der Suchanfragen an die Websuche von T-Online im März 2007. Da diese Daten aktuell nicht öffentlich für eine Keyword-Recherche zur Verfügung stehen, müssen anderen Datenquellen herangezogen werden. Leider existieren für den deutschsprachigen Raum kaum geeignete Quellen. Die bekannteste und verbreiteste Keyword-Datenbank ist das kostenlose <a href="http://inventory.de.overture.com/d/searchinventory/suggestion/">Overture Suggestion Tool</a>. Es ermöglicht die Recherche in einer Datenbank, die Suchanfragen an die bezahlten Ergebnisse von Yahoo! Search Marketing erfasst. Problematisch sind hierbei folgende Tatsachen:</p>
<ol>
<li>Die bezahlten Suchergebnisse von Yahoo! Search Marketing werden in vielen unterschiedlichen allgemeinen aber auch vertikalen Suchen (hierbei wird nicht das ganze Web durchsucht, sondern nur ein themenspezifischer Index) eingebunden. So nutzt beispielsweise die auf Spiele spezialisierte Suchmaschine <a href="http://de.wazap.com/">Wazap</a> die bezahlten Suchergebnisse von Yahoo! Search Marketing. Durch diese Einbindungen können bestimmte Themen stärker in der Suchanfragendatenbank vertreten sein und die Ergebnisse verfälschen.</li>
<li>Yahoo! nutzt zum Reichweitensteigerung der eigenen Websuche Werbemittel, die klickbare Suchanfragen enthalten. Diese Werbemittel sind sowohl im Webangebot von Yahoo! sichtbar als auch bei populären Werbepartnern. Diese selbstinduzierte Nachfrage kann sich ebenfalls in der angebotenen Keyword-Datenbank niederschlagen und somit die Suchfrequenz populärer Suchanfragen weiter steigern. Leider äußert sich der Betreiber der Datenbank nicht zu diesem Problem.</li>
<li>Die Anwendung fasst Suchanfragen zu Wortstämmen zusammen, wobei zugrunde liegenden Abbildungsregeln nicht bekannt sind. Sicher ist nur, dass Singular und Pluralformen zusammengefasst werden.</li>
<li>Es werden nur die Daten des letzten Monats angeboten. Suchanfragen, die einem saisonalen Effekt unterliegen, werden hier unter Umständen nicht repräsentativ nachgewiesen.</li>
</ol>
<p>Sicherlich können anhand der ausgewiesenen Suchfrequenzen Tendenzen ermittelt werden. Eine direkte Übertragung der angegebenen Werte zur Ermittlung des Popularitätsindex ist aber abzulehnen.<br />
Eine weitere bekannte Anwendung stellt die 		<a href="http://www.keyword-datenbank.de/" target="_blank">Keyword-Datenbank</a> dar. Diese kostenpflichtige Datenbank hat aber auch diverse Nachteile:</p>
<ol>
<li>Die Daten für die Keyword-Datenbank stammen laut Anbieter von der Tricus Systemhaus GmbH, einem Anbieter von Suchmaschinen-Technologie. Diese Daten würden von Suchdiensten wie z.B. MetaGer benutzt, wodurch sich eine sich eine breite Datengrundlage ergeben würde. ERLHOFER (2006) stellt hingegen fest, dass die Tricus-Daten von einer wenig bekannten Quelle stammen und bemerkt gleichzeitig, dass die Repräsentativität von derartigen Datenquellen als ernstzunehmendes Problem bei kleineren Anbietern anzusehen ist.</li>
<li>Die Daten wurden lt. Aussagen des Anbieters in den letzten 4 Jahren gesammelt. Insgesamt beinhaltet die Datenbank ca. 380 Millionen Suchanfragen. Nach Meinung der Autoren ist der Erhebungszeitraum so lange, dass vor allem Begriffe die Trends unterliegen nicht korrekt repräsentiert werden. So werden die ausgewiesenen Suchfrequenzen zu VDSL oder Centrino wesentlich zu niedrig sein.</li>
<li>Bei der Abfrage werden zwar zusätzlich zum eigentlichen Keyword auch Wortkombinationen und die entsprechende Suchfrequenz angezeigt. Ebenfalls kann der Benutzer optional das Keyword als Wortbestandteil suchen. Allerdings werden die Wortformen in ihrer Schreibweise nicht korrekt dargestellt. So wird  dem Benutzer suggeriert, dass ein Keyword mit einem aufgelösten Umlaut (bspw. buecher) am häufigsten gesucht wird, das Keyword in seiner eigentlich üblichen Schreibweise (Bücher) jedoch gar nicht. Weiterhin konnte eine generelle Inkonsistenz der Datenbasis festgestellt werden.</li>
</ol>
<p>Insgesamt sind die Daten der Keyword-Datenbank gegenüber den Daten vom Overture Suggestion Tool als höherwertiger zu betrachten. Trotz der Mängel bei der Schreibweise der Keywords werden hier zumindest keine Wortformen zusammengefasst. Dennoch sind auch die hier angegebenen Werte nicht von einer Qualität, dass die Berechnung des Popularitäts-index ohne Vorbehalt möglich wäre.</p>
<p>Wird bei Websites eine Suche über die eigenen Inhalte angeboten, können die eigenen Suchlogs herangezogen werden. Dies hat zum Vorteil, dass der Sprachgebrauch der aktuellen Nutzer berücksichtigt wird. Viele Nutzer gelten auch als suchdominiert (KRUG 2006), so dass auch die aktuell vorhandenen Navigationsbenennungen in den Suchlogs auftauchen. So wurden im Betrachtungszeitraum bei T-Online über 7.500 Suchanfragen nach Reisen gestellt, obwohl ein gleichnamiger Navigationspunkt in der Hauptnavigation vorhanden ist. Die inhaltlich identische Suchanfrage nach Reise taucht hingegen nur ca. 1.000-mal in der Datenbank auf.</p>
<p>Eine entsprechende Nutzung vorausgesetzt, kann die eigene Suche als adäquates Mittel zur Erstellung einer nutzerspezifischen Keyword-Datenbank dienen. Allgemeine Suchanfragen lassen sich notfalls mithilfe der beiden zuvor vorgestellten Anwendungen zumindest in ihrer Tendenz ermitteln. Wie hier ein optimales Mischverhältnis bestimmt und die Datenbestände der unterschiedlichen Datenbanken normalisiert werden können, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Da T-Online hier auf die eigenen Datenquellen zurückgreift, wurden diesbezüglich keine Untersuchungen angestellt. Die Autoren hoffen aber, hierzu einige Anregungen gegeben zu haben.</p>
<h2>6. Fazit</h2>
<p>Die Usability einer Website trägt maßgeblich zu deren Erfolg bei. Derzeit übliche Usability-Tests sind hier aber oft nicht aussagekräftig. So wurden in der Untersuchung zur Informationsarchitektur des Webauftritts vom ZDF 20 Nutzer befragt (FREES/BOSENICK 2004). Oft werden solche Laborbefragungen durch Onlinebefragungen ergänzt, um die Anzahl der Befragten zu vertretbaren Kosten zu erhöhen.</p>
<p>Insgesamt kommen aber dennoch keine signifikanten Nutzerzahlen zustande, außerdem weichen die Ergebnisse von Nutzerbefragungen vom tatsächlichen Nutzerverhalten ab. Auch trägt die jeweilige Fragestellung ihrerseits bereits zu den Ergebnissen bei. Von einer Allgemeingültigkeit der Ergebnisse ist also nicht auszugehen.</p>
<p>Logfileanalysen hingegen liefern Erkenntnisse über das Verhalten der Websitenutzer (HÖCHSTÖTTER 2007). Als nicht reaktive Erhebung sind sie a priori unbeeinflusst vom Beobachter. Selbiges trifft auch auf die hier erhobenen Suchanfragen zu. Somit können diese Daten herangezogen werden, um das Wording der Nutzer auf einem statistisch wesentlich aussagekräftigeren Niveau zu erheben und gleichzeitig tatsächlich stark nachgefragte Themen zu identifizieren. Die Analyse von Suchanfragen kann sowohl zur Verbesserung der Informationsarchitektur als auch zur Verbesserung der Selbstbeschreibungsfähigkeit von Webangeboten herangezogen werden. Der dargestellte Popularitätsindex erlaubt es, die Selbstbeschreibungsfähigkeit und die Vermarktungsgüte verschiedener Navigationsalternativen direkt zu vergleichen.</p>
<p>Die hier vorgestellten Analysen können also die bis dato verfügbaren Methoden zur Beurteilung der Websiteusability um ein nicht reaktives Instrument zur Erhebung der Nutzerbedürfnisse ergänzen und erweitern. Einschränkend wirkt hier allerdings die aktuell schlechte Datenqualität der angebotenen Keyword-Datenbanken. Ein Ausweg kann die Erstellung einer eigenen Keyword-Datenbank  bieten. T-Online hat eine solche Datenbank bereits mit SQAT (Search Query Analysing Tool, Anwendung zur Beobachtung und Analyse von Keywords) realisiert und setzt diese bereits im Bereich der Suchmaschinen-Optimierung und des Suchmaschinenmarketings innerhalb des Konzerns ein.</p>
<p>Grundsätzlich sehen die Autoren die hier vorgeschlagenen Analysemethoden als erste Anregungen mit diesem bisher wenig beachtetem Feld umzugehen. Wir hoffen auf weitere Forschungen hierzu und sind an Kooperationen daher immer interessiert.</p>
<h2>Literatur</h2>
<p>AGOF (2006): internet facts 2006 &#8211; IV. 		<a href="http://www.agof.de/die_internet_facts.353.html">http://www.agof.de/die_internet_facts.353.html</a> [15.06.2007]</p>
<p>Battelle, J. (2005): 		<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938350113?ie=UTF8&amp;tag=fauldrathnet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3938350113">Die Suche &#8211; Geschäftleben und Kultur im Banne von Google &amp; Co.</a> Kulmbach: Börsenmedien</p>
<p>Bräutigam, L. (2006): Bedienung &amp; Navigation. 		<a href="http://www.ergo-online.de/site.aspx?url=html/software/ergonomische_gestaltung_von_w/bedienung_navigation.htm">http://www.ergo-online.de/site.aspx?url=html/software/ergonomische_gestaltung_von_w/bedienung_navigation.htm</a> [15.06.2007]</p>
<p>Broder, A. (2002): A taxonomy of web search. 		<a href="http://www.acm.org/sigs/sigir/forum/F2002/broder.pdf">http://www.acm.org/sigs/sigir/forum/F2002/broder.pdf</a> [15.06.2007]</p>
<p>Erlhofer, S. (2006): 		<a href="../../Rezensionen/Suchmaschinen-Optimierung-fuer-Webentwickler.html">Suchmaschinen-Optimierung für Webentwickler &#8211; Grundlagen, Ranking optimieren, Tipps und Tricks</a>. Bonn: Galileo Press</p>
<p>Fischer, M. (2006): 		<a href="../../Website-Boosting-Webseiten-Marketing.html">Website Boosting &#8211; Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Webseiten-Marketing</a>. Heidelberg: mitp Verlag</p>
<p>Frees B., Bosenick, T. (2004): Optimierung von Webseiten durch Informationsarchitekten. 		<a href="http://www.sirvaluse.de/uploads/media/SirValUse_Fachartikel__Informationsarchitektur.pdf">http://www.sirvaluse.de/uploads/media/SirValUse_Fachartikel__Informationsarchitektur.pdf</a> [15.06.2007]</p>
<p>Höchstötter, N. (2007): Suchverhalten im Web &#8211; Erhebung Analyse und Möglichkeiten. Information: Wissenschaft und Praxis 58(3), S. 135-140</p>
<p>Hofmann, B. (2005): Einführung in die ISO 9241-10. 		<a href="http://www.fit-fuer-usability.de/1x1/knigge/einfuehrung.html">http://www.fit-fuer-usability.de/1&#215;1/knigge/einfuehrung.html</a> [15.06.2007]</p>
<p>Krug, S. (2006): 		<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3826615956?ie=UTF8&amp;tag=fauldrathnet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3826615956">Don&#8217;t Make Me Think! &#8211; A Common Sense Approach to Web Usability</a>. Berkeley: New Riders</p>
<p>Lewandowski, D. (2006): Themen und Typen der Suchanfragen an deutsche Web-Suchmaschinen. In: Lehner,F., Nösekabel, H., Keinschmidt, P. (Hrsg.): Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2006. Berlin: Gito, S. 33-43</p>
<p>Lewandowski, D. (2007): Mit welchen Kennzahlen lässt sich die Qualität von Suchmaschinen mes-sen?. In: Machill, M., Welp, C. (Hrsg.): Die Macht der Suchmaschinen / The Power of Search Engines. Köln: Herbert von Halem Verlag, S.</p>
<p>Nielsen, J. (2001): 		<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827262062?ie=UTF8&amp;tag=fauldrathnet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3827262062">Designing Web Usability</a>. Frankfurt: Markt und Technik Verlag</p>
<p>Schmidt-Mänz, N. (2007): 		<a href="../../Rezensionen/Untersuchung-des-Suchverhaltens-im-Web.html">Untersuchung des Suchverhaltens im Web &#8211; Interaktion von Internetnutzern mit Suchmaschinen.</a> Hamburg: Verlag Dr. Kovac</p>
<p>Stuber, L. (2004): 		<a href="../../Suchmaschinen-Marketing-Direct-Marketing-im-Internet">Suchmaschinen-Marketing &#8211; Direct Marketing im Internet. Zürich</a> : Orell Füssli Verlag</p>


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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 17:32:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Einleitung Im Rahmen eines kooperativen studentischen Projekts des Fachbereichs Informations- und Wissensmanagement der Fachhochschule Darmstadt und der T-Online International AG (nachfolgend TOI genannt) wurde eine SWOT-Analyse der auf www.t-online.de angebotenen Suchfunktionen für die Internetsuche durchgeführt. Im ersten Schritt der SWOT-Analyse wurde ein Kriterienkatalog für den Suchmaschinenvergleich aufgestellt. Hierbei standen die angebotenen Funktionen sowie die Usability [...]


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<p>Im Rahmen eines kooperativen studentischen Projekts des Fachbereichs Informations- und Wissensmanagement der Fachhochschule Darmstadt und der T-Online International AG (nachfolgend TOI genannt) wurde eine SWOT-Analyse der auf www.t-online.de angebotenen Suchfunktionen für die Internetsuche durchgeführt. Im ersten Schritt der SWOT-Analyse wurde ein Kriterienkatalog für den Suchmaschinenvergleich aufgestellt. Hierbei standen die angebotenen Funktionen sowie die Usability der jeweiligen Benutzeroberflächen (Interface) im Vordergrund. Bedingt durch die Zusammenarbeit mit T-Online und der Tatsache, dass <a href="http://www.t-online.de/">www.t-online.de</a> ein Portalangebot darstellt, standen hierbei vor allem die Suchangebote von Portalanbietern im Zentrum der Evaluation. Insgesamt wurden sieben Suchmaschinen, acht Portale und drei Metasuchmaschinen untersucht. Bei Internationalen Anbietern haben wir die lokalisierte deutsche Version untersucht, sofern diese angeboten wurde. Ziel war zu ermitteln, welche funktionalen Standards sich bisher am Markt etabliert haben. Der Untersuchungszeitraum war März 2004.</p>
<h3><span id="more-47"></span>1.1. Motivation und Verhalten des Nutzers</h3>
<p>Zur Erarbeitung des Kriterienkatalogs war es notwendig, eine gemeinsame Vorstellung über die Motivation und das Verhalten der Nutzer zu erarbeiten. Im Fokus standen hierbei private Nutzer, da diese die Zielgruppe des Portalangebotes von TOI sind. Als Grundlage diente uns der Artikel „Gebrauchstauglichkeit der Ergebnisseiten von Suchmaschinen“ (Kaczmirek 2003).</p>
<p>Grundsätzlich sind wir von der Annahme ausgegangen, dass Suchmaschinen der Problemlösung dienen. Der Nutzer benötigt aufgrund einer Problemstellung Informationen, ist aber gedanklich mit seinem Problem beschäftigt. Daraus folgt, dass die kognitiven Ressourcen des Nutzers für die Bedienung einer Suchmaschine nicht im vollen Umfang zur Verfügung stehen.</p>
<p>Der jeweilige Informationsbedarf kann in spezifischen Bedarf an Fakteninformationen und in unspezifischen Bedarf an Themenbezogenen Informationen aufgeteilt werden. Der Informationsbedarf nach Fakten ist klar abgegrenzt, die Suchanfrage weniger komplex und leichter zu formulieren. Die Suche endet meistens, wenn das Gesuchte Faktum gefunden wurde. Hier ist davon auszugehen, dass es für den Nutzer von Vorteil ist, wenn ein einfach zu bedienendes Anfrageformular und eine übersichtliche Trefferansicht angeboten werden.</p>
<p>Die Suche nach Themen ist unspezifisch, die Suchanfragen sind schwerer zu formulieren und die Suchergebnisse können nicht Ad-Hoc bewertet werden. Oft nähert sich der Nutzer über mehrere Suchschritte den gewünschten Informationen. Dieses iterative Vorgehen entspricht einem Dialog zwischen dem Nutzer und der Suchmaschine. Es ist vorteilhaft, wenn die Suchmaschinen nicht nur einfach Treffer anzeigt, sondern den Nutzer bei der Formulierung seiner Suchanfragen hilft ohne dass die Bedienung dabei einen erhöhten kognitiven Aufwand erfordert. Möglichkeiten hierzu bieten beispielsweise Clusteranalysen, der Vorschlag von verwandten Begriffen oder die Suche in der vorhandenen Treffermenge.</p>
<p>Dieser Dialog kann außerdem dazu führen, dass der Nutzer schneller das Gefühl erhält die Distanz zu seiner Information zu verringern und damit bereit ist, mehr Zeit in die Suche zu investieren und weitere Suchanfragen zu generieren.</p>
<p>Weiterhin ist davon auszugehen, dass die jeweiligen Nutzer über verschiedene, für die Suchmaschinennutzung relevante Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen. Beispiele hierfür sind das Wissen über das Web, das Wissen über Suchmaschinen und die angewandten Mechanismen, das Wissen über das jeweilige Themengebiet sowie die Allgemeinbildung.</p>
<h3>1.2. Schlussfolgerung für das Suchmaschineninterface</h3>
<p>Interface ist in diesem Artikel als ganzheitlicher Begriff für alle Ein- und Ausgaben der Suchmaschine zu verstehen. Aus wirtschaftlicher Sicht des Betreibers ist es sinnvoll, den Nutzer optimal zu unterstützen. Die Suchmaschinenanbieter, inklusive der hier betrachteten Portalanbieter, stehen im Wettbewerb zueinander und streben einen hohen Marktanteil an. Die Nutzer hingegen wiegen zumindest unterbewusst zwischen dem Zweck der Suche und der dazu benötigten Zeit sowie des notwendigen kognitiven Aufwandes ab.</p>
<p>Daraus folgt, dass auch für Suchmaschinen das bekannte KISS-Prinzip (Keep it small and simple ) gilt. Der Nutzer will ein Problem lösen und nicht durch das Interface ein zusätzliches erhalten.</p>
<p>Die Portalanbieter haben zudem das Interesse, ihre eigenen Inhalte zu präsentieren oder auch zu verkaufen. Bei starker Nutzung des Suchangebotes verbessert sich die Möglichkeit der Vermarktung von Banner-, Werbeflächen, und Sponsored Links. Eine Sonderstellung nimmt hier T-Online ein. Neben einem breiten Angebot an digitalen Dienstleistungen vom Film- bis zum Musikdownload und Informationsangeboten wie Versicherungsvergleiche, Lernmaterialien etc. sind sie auch Vermarkter von Breitbandanschlüssen. Die gezielte Steuerung von Traffic ist auch hier ein Wirtschaftsfaktor (Zahlungen von Inbound – Outbound-Verkehr).</p>
<h2>2. Der Kriterienkatalog</h2>
<p>Aufgrund der oben beschriebenen Annahmen haben wir einen ersten Katalog von Kriterien erarbeitet. Dieser wurde um weitere, für TOI relevante Kriterien erweitert. Als nächstes wurde der Kriterienkatalog getestet, indem jeweils ein Anbieter der drei Gruppen Suchmaschinen, Portale und Metasuchmaschinen, bewertet wurde. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse führten dazu, dass einige Kriterien überarbeitet wurden. Generell gibt es zwei unterschiedliche Arten von Kriterien. Einerseits gibt es Kriterien die nur prüfen, ob eine Funktion vorhanden ist, beispielsweise ob eine Nachrichtensuche angeboten wird oder ob die Dateigröße in der Trefferliste angezeigt wird. Andererseits gibt es Kriterien die differenziert bewertet werden müssen. Beispiele hierfür sind die Benennungen der Bedienelemente. Damit die Bewertungsmatrix übersichtlicher bleibt wurden einige der undifferenzierten Kriterien zusammengefasst, so dass daraus differenzierte Kriterien resultieren. Beispiele hierfür sind Boolesche Operatoren anstatt der Einzelkriterien AND, OR, NOT, PHRASE und Klammersetzung, und Trunkierung (Anfang, Mitte, Ende). Außerdem wurden die Kriterien insgesamt in die folgenden fünf Kategorien aufgeteilt, eine Übersicht bietet hierzu auch die Abbildung 1:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.fauldrath.net/wp-content/uploads/2007/07/Abbildung-1-Kriterienuebersicht.gif"><img class="size-full wp-image-49 aligncenter" title="Abbildung-1-Kriterienuebersicht" src="http://www.fauldrath.net/wp-content/uploads/2007/07/Abbildung-1-Kriterienuebersicht.gif" alt="Abbildung-1-Kriterienuebersicht" width="504" height="347" /></a></p>
<h3>2.1 Die Suchmaske</h3>
<p>Da sich die Suchmasken der einzelnen Anbieter generell voneinander unterscheiden haben wir hier Kriterien von allgemeiner Natur bewertet. Diese sind einerseits ob es zwei verschiedene Suchmasken (Default (Ein-Feld-Suche) / Advanced Search (erweiterte Suche)) angeboten werden und wie diese platziert sind. Andererseits wurde hier auch bewertet, ob die Bedienelemente eindeutig und sinnvoll benannt und Filterfunktionen erkennbar und sinntragend benannt sind. Ferner untersuchten wir auch ob die angebotenen Hilfsfunktionen leicht zu erreichen sind.</p>
<h3>2.2 Angebotenen Suchfunktionen und Filter</h3>
<p>Hierbei handelt es sich zum Großteil um Funktionen, die in den erweiterten Suchmasken zu finden sind. Dieses sind Feldsuche (Titel, URL, etc.), regionale Einschränkungen (als Domainfilter wie .de), sprachliche Einschränkungen, zeitliche Einschränkung (hier Erstellungszeitpunkt), Einschränkung nach Dateigröße und Typ (Textbasiert wie HTML, PDF etc.) und die Suche nach embedded content (eingebettete Inhalte wie Flashanimationen etc.).</p>
<p>Ebenfalls in diese Kategorie fallen die angebotenen Suchfunktionen wie die Unterstützung von booleschen Operatoren (teilweise über unterschiedliche Felder in der erweiterten Suche realisiert), von Abstandsoperatoren und die Möglichkeit zur Trunkierung. Hierbei wurde nicht zwischen automatischer und manueller Trunkierung unterschieden, wohl aber zwischen Anfang-, Mitte- und Endtrunkierung.</p>
<p>Ebenfalls haben wir geprüft, ob dem Nutzer Synonyme für eine erneute Suchanfrage angeboten wurden.</p>
<h3>2.3 Bereitgestellte Zusatzdienste</h3>
<p>Wie der Name Zusatzdienste schon impliziert handelt es sich bei Kriterien dieser Kategorie um Angebote, die nicht zum Standardfunktionsumfang einer Suchmaschine gehören.</p>
<p>Geprüft haben wir hier, ob ein kostenpflichtiger Recherchedienst angeboten wurde, eine Suche in Datenbanken möglich war, ob Sprachtools zur Übersetzung angeboten und die Möglichkeit in einem Verzeichnisdienst (Katalog) zu suchen angeboten wurden. Ebenfalls geprüft haben wir die Möglichkeiten nach Nachrichten (News) und/oder im Usenet (Groups) zu suchen. Außerdem haben wir untersucht, inwieweit die Suche nach alternativen Medien möglich ist.</p>
<h3>2.4 Die Ergebnisseite und ihre Funktionalität</h3>
<p>Hier haben wir einerseits geprüft, ob folgende Angaben für die gefundenen Internetressourcen angezeigt werden:</p>
<ul>
<li>Dokumententitel</li>
<li>Beschreibung</li>
<li>Die URL ( Uniform Resource Locator ) des Dokuments</li>
<li>Die Dateigröße</li>
<li>Der Dateityp (HTML, PDF, Word etc.)</li>
<li>Die letzte Änderung bzw. Aufnahme in den Index (alternativ wenn kein Erstellungs- bzw. Änderungsdatum vorliegt)</li>
<li>Kennzeichnung von Paid-Links (gekaufter Platz in der Trefferliste)</li>
<li>Hervorhebung der Suchworte (Keyword-Highlighting)</li>
</ul>
<p>Bei der Prüfung, ob Paid-Links als solche gekennzeichnet sind, gingen wir von der Annahme aus, dass der Nutzer die Begriffe Paid-Link und Sponsored-Link richtig deuten kann. Kennzeichnungen wie powered by Overture oder Partnerlinks betrachteten wir als zu unspezifisch und haben diese als nicht gekennzeichnet gewertet.</p>
<p>Weiterhin kann die Ergebnisseite im Sinn eines dialogfähigen Systems selber auch Träger weiterer Funktionen sein. Folgende Funktionen haben wir auf Vorhandensein untersucht:</p>
<ul>
<li>Clusteranalyse</li>
<li>Rechtschreibkorrektur bzw. Vorschlag</li>
<li>Vorschlag von verwandten Begriffen</li>
<li>Die Möglichkeit Links in einem neuem Fenster zu öffnen</li>
<li>Möglichkeit die Länge der Ergebnisseite zu individualisieren</li>
</ul>
<p>Vor allem bei dem letzten Punkt haben wir auch geprüft, ob die Möglichkeit besteht, die Anzahl der angezeigten Wörter pro gefundenem Dokument innerhalb gewisser Grenzen zu variieren. Leider wird diese Funktionalität von keinem Anbieter angeboten. Somit beschränkt sich der letztgenannte Punkt auf die Prüfung, ob die Anzahl der angezeigten Treffer pro Seite individuell eingestellt werden kann.</p>
<h3>2.5 Die Hilfsfunktionen</h3>
<p>Da bei der Nutzung eines Systems immer Probleme für den Nutzer auftreten können ist eine vollständige und leicht verständliche Anleitung, in diesem Kontext Hilfe genannt, unbedingt notwendig. Vor allem viele Sonderfunktionen erschließen sich nur aus diesen Anleitungen, Google und Yahoo sind mit ihren diversen Sonderfunktionen hierfür gute Beispiele. Aber auch fehlerhaftes Nutzerverhalten durch missverständlich benannte Bedienelemente oder komplexere Suchformulare kann so teilweise abgefangen werden. Dass es dennoch Anbieter gibt, die gänzlich auf eine Hilfe verzichten hat uns deshalb auch überrascht. Dennoch haben wir das Anbieten einer Suchfunktion nicht gesondert geprüft. Wenn es keine Zugangsmöglichkeiten zu einer Hilfe gibt, kann auch keine Suchfunktion nachgewiesen werden.</p>
<p>Ob und inwieweit eine Hilfe für den einzelnen Nutzer verständlich ist, konnten wir im Rahmen unseres Projekts nicht klären. Wir haben aber geprüft, welche Zugangsmöglichkeiten für die Hilfe angeboten werden:</p>
<ul>
<li>FAQ ( Frequently Asked Questions)</li>
<li>Inhaltsverzeichnis</li>
<li>Glossar</li>
<li>Suchtipps</li>
</ul>
<p>Die Suchtipps haben wir hier differenziert bewertet, da es hier ein Sammelsurium an guten aber auch weniger guten Zugangsmöglichkeiten gibt.</p>
<h2>3. Durchführung</h2>
<p>Nach der gemeinsamen Definition der zu untersuchenden Kriterien wurden in Kooperation mit TOI die zu untersuchenden Suchmaschinenanbieter ermittelt und in die Klassen Suchmaschine, Portal und Metasuchmaschine eingeteilt. Die Aufteilung kann Tabelle 1 entnommen werden.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="205" valign="top"><strong>Suchmaschine </strong></td>
<td width="205" valign="top"><strong>Portal </strong></td>
<td width="205" valign="top"><strong>Metasuchmaschine</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top">Abacho</td>
<td width="205" valign="top">Allesklar</td>
<td width="205" valign="top">Metacrawler</td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top">Alltheweb</td>
<td width="205" valign="top">AOL</td>
<td width="205" valign="top">Metagear</td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top">Altavista</td>
<td width="205" valign="top">Excite</td>
<td width="205" valign="top">Netz.de</td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top">Fireball</td>
<td width="205" valign="top">Lycos</td>
<td width="205" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top">Google</td>
<td width="205" valign="top">MSN</td>
<td width="205" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top">Hotbot</td>
<td width="205" valign="top">TOI</td>
<td width="205" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top">Mirago</td>
<td width="205" valign="top">Web.de</td>
<td width="205" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td width="205" valign="top"></td>
<td width="205" valign="top">Yahoo</td>
<td width="205" valign="top"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Tabelle 1 : Untersuchte Suchmaschinen</p>
<p>Die Suchmaschinen und die Kriterien wurden in eine Bewertungsmatrix überführt die folgende zusätzliche Felder enthält:</p>
<p><strong>1. Besonderes</strong></p>
<p>Jede Kriterienrubrik enthält in der Bewertungsmatrix ein zusätzliches Kriterienfeld Besonderes. Hier werden weitere, nicht im Kriterienkatalog enthaltene Eigenschaften des jeweiligen Suchmaschineninterfaces dokumentiert und mit einer Wertung versehen. Diese Wertung ging nicht in die Kriterienwertung ein, wohl aber in eine TOI-interne Wertung der einzelnen Suchmaschinen. Dieses Feld konnte auch negative Werte annehmen wenn beispielsweise angebotene Suchfunktionen nicht funktionierten.</p>
<p><strong>2. Gewicht</strong></p>
<p>Jedes Attribut eines Kriteriums wurde mit einem Gewicht versehen. Diese Gewichte sind hier wertneutral immer mit 100% gewertet. Die Idee dazu war in einem zweiten Schritt Ergebnisse von Nutzerbefragungen oder von Paneluntersuchungen in die Bewertung einfließen zu lassen. Dies war aber nicht mehr Teil dieses Projektes.</p>
<p>Anschließend wurden alle Suchmaschinen von den drei studentischen Projektteilnehmern getrennt gewertet. Hierbei wurden in einem ersten Schritt alle Funktionalitäten, welche aus der Suchmaschinenbeschreibung hervorgingen ermittelt. Diese Funktionalitäten wurden mit diversen, nicht standardisierten Suchanfragen geprüft, um fehlerhafte Implementierungen festzustellen und zu dokumentieren. Insgesamt konnten aber nur bei einer Suchmaschine fehlerhafte bzw. fehlende Implementierungen der beschriebenen Funktionalitäten festgestellt werden. Diese waren allerdings dermaßen massiv, dass der Anbieter wegen Verfälschung der Ergebnisse aus dem Testfeld entfernt wurde.</p>
<p>Während unserer Untersuchung stellten wir fest, dass teilweise Funktionen unterstützt wurden, die seitens der Betreiber nicht dokumentiert waren. Hierbei handelte es sich um die Korrektur von fehlerhaften Eingaben (Rechtschreibkorrektur) bzw. das Vorschlagen des korrekt geschriebenen Begriffs als weiteren Suchterm. Wir haben alle Anbieter mit der Suchanfrage Hotl konfrontiert um festzustellen, ob die Suchanfrage automatisch um den Term Hotel expandiert wurde oder uns zumindest der Begriff Hotel als Suchalternative vorgeschlagen wurde.</p>
<p>Ebenfalls untersucht haben wir die Möglichkeiten zur Trunkierung, da auch diese Funktion teilweise unterstützt, aber nicht beschrieben wurde.</p>
<p>Die Wertungen wurden einzeln in der Bewertungsmatrix erfasst und Besonderheiten bestimmter Anbieter in den entsprechenden Kriterieneinträgen dokumentiert. In einem iterativen Prozess wurden die einzelnen Bewertungsmatrizen zusammengeführt indem strittige Punkte von jeweils zwei Projektteilnehmern geprüft wurden bis eine Übereinstimmung herbeigeführt werden konnte.</p>
<h3>4. Ergebnispräsentation</h3>
<p>Generell sind die Ergebnisse bezüglich der unterschiedlichen Klassen von untersuchten Suchmaschinenanbietern, Suchmaschinen, Portale, Metasuchmaschinen, differenziert bewertet worden. Standards für eine Klasse sind jene Kriterien, die von allen Angeboten einer Klasse erfüllt werden. Als Quasistandard betrachten wir jene Kriterien, die zumindest von mehr als Zweidrittel der Anbieter einer Klasse erfüllt werden. Es ist davon auszugehen, dass auch nicht betrachtete Anbieter vermehrt solche Merkmale aufweisen, die wir als Standard bzw. Quasistandard identifiziert haben. Eine Verallgemeinerung gerade der Bezeichnung Standard auf alle Suchmaschinen ist dennoch nicht ohne weiteres möglich. Vor allem die Gruppe Metasuchmaschinen kann aufgrund der geringen Zahl an untersuchten Anbietern kaum als repräsentativ angesehen werden. Vor allem die später geschilderten Abstriche bei Metasuchmaschinen hinsichtlich ihrer Trefferlisten müssen zumindest teilweise als systembedingt angesehen werden.</p>
<h3>4.1. Suchmaske</h3>
<p>Unter Ein-Feld-Suche verstehen wir ein Eingabefeld, in dem der Nutzer seine Suchanfrage eintragen kann. Hier wurde darauf geachtet, dass keine unnötigen Bedienelemente den Zugriff auf die Funktion erschweren oder widersprüchliche Entscheidungen durch die Anordnung getroffen werden können. Die Advanced-Search soll wiederum dem Profi den Zugriff auf die Sonderfunktionen und verfeinerte Suchanfragen ermöglichen. Bei Suchmaschinen können wir hier von einem Standard sprechen. Beide Suchmöglichkeiten werden von allen Suchmaschinen unterstützt. Auch bei den beiden anderen untersuchten Typen kann von einem Quasi-Standard gesprochen werden. Bei den Portalen und Metasuchmaschinen sind Allesklar und Nettz.de die Ausreißer – hier werden schon in der ersten Maske zwei Suchfelder angeboten, da hier auch nach dem Ort gesucht werden kann (Was und Wo) bzw. Ausschlüsse über ein gesondertes Feld eingetragen werden. Das Portalangebot von Excite kennt keine Advanced Search. Unter exponiert verstehen wir eine Platzierung der Suche im oberen Drittel der Seite, Optimalerweise optisch vom Rest der Seite abgehoben. Zudem fließt hier auch die Länge des jeweiligen Eingabefeldes in die Bewertung ein, um auch die Übersichtlichkeit bei längeren Suchanfragen zu gewährleisten. Besonders die Portalanbieter haben es hier schwer – hier konkurriert das Eingabefeld auf der Startseite immer auch mit den zahlreichen Inhalten. So ist die Suche nicht immer auf einen Blick auffindbar. Gerade hier bietet sich eine farbliche Hervorhebung besonders an. Die Bedienelemente sind Quasi-Standard und werden von den Anbietern nahezu auch gleich benannt. Dennoch gibt es immer wieder ein paar kleine Ausreißer, wo kleine Unstimmigkeiten das insgesamt gute Bild trüben. Unter Filterfunktionen haben wir untersucht, ob vorhandene Filter erwähnt und optisch erkenntlich sind, erklärt werden und zu konfigurieren sind. Familienfilter sind auf den meisten Seiten per Default aktiviert und lassen sich meist über einen Haken oder über die Profisuche deaktivieren. Während die Suchmaschinen wie in Tabelle 2 ersichtlich hier schon fast vorbildlich arbeiten, bleiben die Portale einige Erklärungen schuldig. Unter anderem suchen die meisten Portale erst in Ihrem eigenen Katalog, stellen dies jedoch nicht immer auch entsprechend deutlich dar. Eine leichte Erreichbarkeit der Hilfe ist nicht jedermanns Sache. Differenziert bewertet haben wir die Platzierung der Hilfefunktion Optimalerweise direkt am Suchfeld, die Beschriftung am besten mit Hilfe. Hätten Sie unter „Alles über Google“ die Hilfe erwartet? Zudem haben wir geschaut, ob die Hilfe auch noch von den Folgeseiten erreichbar ist. In die Wertung ist auch eingeflossen, ob es eine deutschsprachige Hilfe gab, da auch internationale Anbieter im Testfeld waren. Gerade bei einem so wichtigen Thema wie die Hilfe hätten wir eigentlich einen Standard erwartet, aber hier scheint jeder Anbieter noch sein eigenes Süppchen zu kochen.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="588">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" width="391" valign="bottom"><strong>Suchmaske </strong></td>
<td width="59" valign="bottom"><strong>% SuM </strong></td>
<td width="66" valign="bottom"><strong>% Portal </strong></td>
<td width="72" valign="bottom"><strong>% MeS</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="372" valign="bottom">Default (Ein-Feld-Suche)</td>
<td width="59" valign="bottom">100%</td>
<td width="66" valign="bottom">88%</td>
<td width="72" valign="bottom">67%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="372" valign="bottom">Advanced</td>
<td width="59" valign="bottom">100%</td>
<td width="66" valign="bottom">88%</td>
<td width="72" valign="bottom">33%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">D</td>
<td width="372" valign="bottom">Exponiert platziert-D</td>
<td width="59" valign="bottom">95%</td>
<td width="66" valign="bottom">54%</td>
<td width="72" valign="bottom">100%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">D</td>
<td width="372" valign="bottom">Eindeutige Benennung der Bedienelemente und Felder -D</td>
<td width="59" valign="bottom">86%</td>
<td width="66" valign="bottom">83%</td>
<td width="72" valign="bottom">78%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">D</td>
<td width="372" valign="bottom">Klare Filterfunktionen-D</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="66" valign="bottom">50%</td>
<td width="72" valign="bottom">56%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">D</td>
<td width="372" valign="bottom">Hilfe leicht erreichbar-D</td>
<td width="59" valign="bottom">57%</td>
<td width="66" valign="bottom">71%</td>
<td width="72" valign="bottom">56%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Tabelle 2 Kriterienrubrik Suchmaske</p>
<h3>4.2. Suchfunktionen</h3>
<p>Von dem differenziert betrachteten Kriterium boolesche Operatoren wurden zumindest AND, OR und NOT von fast allen Suchmaschinenanbietern unterstützt. Auch die Möglichkeit nach Phrasen zu suchen ist hier sehr weit verbreitet. Die Möglichkeit komplexere Suchanfragen durch Klammersetzung zu konstruieren wird hingegen von weniger als der Hälfte angeboten. Teilweise ist die Kombination der Operatoren nur Mithilfe eines Webformulars möglich, was die Konstruktion komplexerer Anfragen ebenfalls weiter einschränkt. Dennoch kann die Unterstützung der booleschen Operatoren bei den originären Suchmaschinenanbietern als Quasistandard angesehen werden.</p>
<p>Unter den Portalanbietern unterstützt keiner die Möglichkeit der Klammersetzung. Teilweise wird außer dem AND auch nur ein OR oder ein NOT angeboten. Gleiches trifft auf die untersuchten Metasuchmaschinen zu.</p>
<p>Abstandsoperatoren (hier nur der NEAR-Operator) werden nur von zwei Suchmaschinen unterstützt. Da keine von beiden zu den bekannten Trefferlieferanten der Portalanbieter gehört, konnten wir in dieser Klasse auch keine Unterstützung von Abstandsoperatoren feststellen.</p>
<p>Weitere Quasistandards in der Klasse Suchmaschinen stellten die Feldsuche (Titel, URL etc.), sowie die Filterung nach Regionen (im Beobachtungszeitraum oftmals die Benennung für Domainfilter der Länderdomains wie .de), nach Sprachen und nach Zeiträumen. Letzteres bezieht sich allerdings auf das Erstellungsdatum und /oder das Datum der Aufnahme in den Index und sagt somit nichts über das Alter der Information aus.</p>
<p>Immerhin bietet noch mehr als die Hälfte der Suchmaschinenanbieter die Möglichkeit nach verschiedenen textbasierten Dateitypen (z.B. HTML, PDF, RTF) zu filtern.</p>
<p>Die Dateigröße als Filterkriterium wird wie die Suche nach embedded content hingegen selten angeboten.</p>
<p>Abgesehen von den regionalen Filtern und den Sprachfiltern sind die Werte der Kriterienhäufigkeit bei den Portalen unter denen der Suchmaschinen. Die regionalen Filter sind hingegen bei den Portalanbietern ein Standardfeature und auch die als Quasistandard anzusehenden Sprachfilter sind hier stärker vertreten. Dieses ist sicherlich darin begründet, dass die Portalanbieter originärerweise Contentanbieter sind und somit naturgemäß einen höheren Hang zur Lokalisierung aufweisen.</p>
<p>Systembedingt können die Metasuchmaschinenanbieter nur die Funktionen anbieten, die von allen angefragten Suchmaschinen unterstützt werden. Somit finden wir hier wie in Tabelle 3 als Einzelwerte dargestellt die wenigsten Suchfunktionen.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="595">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" width="390"><strong>Suchfunktionen </strong></td>
<td width="59"><strong>% SuM </strong></td>
<td width="73"><strong>% Portal </strong></td>
<td width="72"><strong>% MeS</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="19">D</td>
<td width="371" valign="bottom">Boolesche Operatoren</td>
<td width="59" valign="bottom">81%</td>
<td width="73" valign="bottom">58%</td>
<td width="72" valign="bottom">56%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Abstandsoperator</td>
<td width="59" valign="bottom">29%</td>
<td width="73" valign="bottom">0%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Feldsuche</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="73" valign="bottom">50%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">D</td>
<td width="371" valign="bottom">Trunkierung</td>
<td width="59" valign="bottom">38%</td>
<td width="73" valign="bottom">21%</td>
<td width="72" valign="bottom">33%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Synonyme</td>
<td width="59" valign="bottom">14%</td>
<td width="73" valign="bottom">13%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Regionale Einschränkungen</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="73" valign="bottom">100%</td>
<td width="72" valign="bottom">67%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Sprachliche Einschränkungen</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="73" valign="bottom">88%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Zeitliche Einschränkungen</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="73" valign="bottom">25%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Dateigröße</td>
<td width="59" valign="bottom">29%</td>
<td width="73" valign="bottom">13%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">D</td>
<td width="371" valign="bottom">Dateityp (textbasiert)</td>
<td width="59" valign="bottom">52%</td>
<td width="73" valign="bottom">42%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="19">B</td>
<td width="371" valign="bottom">Embedded content</td>
<td width="59" valign="bottom">29%</td>
<td width="73" valign="bottom">13%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Tabelle 3 Kriterienrubrik Suchfunktionen</p>
<h3>4.3. Zusatzdienste</h3>
<p>Im Bereich der Zusatzdienste haben wir erwartungsgemäß die wenigsten Übereinstimmungen finden können. Als Quasistandard der Suchmaschinenanbieter sticht hier nur die Bildersuche hervor. Die Suche nach Audio- und Videodateien wird nur von einer Minderheit angeboten. Hier haben wir auch festgestellt, dass die Suchmaschinenanbieter entweder beide oder keine der Funktionen anbieten. Eine Nachrichtensuche bieten mittlerweile bereits mehr als die Hälfte der hier untersuchten Suchmaschinenanbieter an, inwieweit sich diese allerdings zum Standard entwickelt, bleibt abzuwarten. Tools zur Übersetzung von Wörtern, Texten oder Treffern werden noch von einer Minderheit angeboten. Relevance-Feedback scheint derzeit auch kein praktikables Thema zu sein, zumindest konnten wir keine Implementierungen bei den untersuchten Anbietern feststellen. Die Möglichkeit in inhaltlich besser erschlossenen und strukturierten Datenbanken zu recherchieren hat nach dem Ende von Northern Light auch keiner der untersuchten Anbieter aufgegriffen.</p>
<p>Einen Verzeichnisdienst (Katalog) bieten ebenfalls mehr als die Hälfte der Suchmaschinenanbieter an. Überwiegend wird hier das Angebot von dmoz.org eingebunden. Als Quasistandard sind die Verzeichnisdienste allerdings bei den Portalanbietern zu werten. Wenn man bedenkt, dass viele Portalanbieter ursprünglich als Webkatalog gestartet sind ein nicht überraschendes Ergebnis. Portalanbieter ohne eigens gepflegten Katalog, greifen entweder auf das Angebot von dmoz.org oder Allesklar.de zurück. Einzig TOI verzichtet auf einen Webkatalog. Die Suche nach Bildern und nach Nachrichten wird ebenfalls von der Mehrheit der Portalanbieter unterstützt. Immerhin zwei Portalanbieter und ein Metasuchmaschinenbetreiber haben das Geschäftsfeld der kostenpflichtigen Webrecherche für sich entdeckt.</p>
<p>Die jeweiligen prozentualen Einzelwerte der Kriterienrubrik Zusatzdienste können Sie der Tabelle 4 entnehmen.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="576">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" width="386"><strong>Zusatzdienste </strong></td>
<td width="59"><strong>% SuM </strong></td>
<td width="71"><strong>% Portal </strong></td>
<td width="60"><strong>% MeS</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Verzeichnisdienste</td>
<td width="59" valign="bottom">57%</td>
<td width="71" valign="bottom">88%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Recherchedienst (kostenpflichtig)</td>
<td width="59" valign="bottom">0%</td>
<td width="71" valign="bottom">25%</td>
<td width="60" valign="bottom">33%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Suche in Datenbanken</td>
<td width="59" valign="bottom">0%</td>
<td width="71" valign="bottom">0%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Bilder</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="71" valign="bottom">63%</td>
<td width="60" valign="bottom">33%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Audio</td>
<td width="59" valign="bottom">29%</td>
<td width="71" valign="bottom">25%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Video</td>
<td width="59" valign="bottom">29%</td>
<td width="71" valign="bottom">25%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Use-Net</td>
<td width="59" valign="bottom">14%</td>
<td width="71" valign="bottom">0%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Nachrichtensuche</td>
<td width="59" valign="bottom">57%</td>
<td width="71" valign="bottom">63%</td>
<td width="60" valign="bottom">33%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Nutzerwertung (Relevance-Feedback)</td>
<td width="59" valign="bottom">0%</td>
<td width="71" valign="bottom">0%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="368" valign="bottom">Sprachtools / Übersetzung</td>
<td width="59" valign="bottom">43%</td>
<td width="71" valign="bottom">13%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Tabelle 4 Kriterienrubrik Zusatzdienste</p>
<h3>4.4. Ergebnisseiten</h3>
<p>In der Kriterienrubrik Ergebnisseiten konnten wir die einzigen Standardkriterien nachweisen, die für alle drei Klassen zutreffen. Aus der persönlich subjektiven Erfahrung heraus hätte man hier vielleicht mehr Übereinstimmungen erwartet, dennoch sind nur die Anzeige des Titels, der Beschreibung und der URL Merkmale die alle Trefferlisten aufweisen.</p>
<p>Für die Suchmaschinen sind die Kriterien Kennzeichnung von bezahlten Links (Paid Links) und Keyword Highlighting ebenfalls Standard. Einzig einige Portalanbieter und ein Metasuchmaschinenbetreiber kennzeichnen die bezahlten Links mit uneindeutigen Begriffen wie sponsored by Overture, Partnerlinks oder Web-Tipps. Auch wenn diese optisch abgehoben und /oder in einen eigenen Block gefasst werden sind diese Benennungen nicht zwingend als bezahlte Treffer zu erkennen. Wir haben die uneindeutigen Benennungen im Oktober 2004 nochmals geprüft und festgestellt, dass hier teilweise nachgebessert wurde. Dieses ging aber nicht in unsere Ergebnisübersicht ein.</p>
<p>Als Quasistandard betrachten wir bei den Suchmaschinen auch die Anzeige der Dateigröße und die letzte Änderung bzw. die Aufnahme in den Index sowie die Möglichkeit, die Länge der Trefferliste individuell einzustellen und die gefundenen Dokumente/Websites in einem neuen Fenster zu offen.</p>
<p>Eine Rechtschreibkorrektur oder ein Schreibvorschlag und das erweitern der Suchanfrage mit verwandten Begriffe ist hingegen noch ein wenig verbreitetes Feature.</p>
<p>Eine Clusteranalyse bietet keine der untersuchten Suchmaschinen, auch die Portale und Metasuchmaschinen können nicht mit einer Clusterfunktionalität aufwarten. Dabei zeigt beispielsweise die Metasuchmaschine clusty (<a href="http://clusty.com/">http://clusty.com/</a>) dass diese Art von Innovationen nicht zwingend von den Suchmaschinenanbietern entwickelt und angeboten werden muss.</p>
<p>Die Portalanbieter kaufen scheinbar weniger Funktionalitäten bei den Ergebnisseiten der Suchmaschinenbetreiber ein, so dass der Nutzer hier generell auf Informationen wie die Dateigröße und die letzte Änderung / Aufnahme in den Index verzichten muss. Die Rechtschreibkorrektur- / Vorschlag und das vorschlagen von verwandten Begriffen wurden von nur jeweils einem Portalbetreiber angeboten.</p>
<p>Immerhin können bei der Hälfte der Portalanbieter ebenfalls die Längen der Ergebnislisten individualisiert werden. Das allerdings einige Portalanbieter auf das Keyword Highlighting verzichten hat uns überrascht. Dennoch kann auch dieses Kriterium als Quasistandard angesehen werden. Die hier untersuchten Metasuchmaschinen heben generell die gesuchten Wörter hervor.</p>
<p>Portalanbieter und Metasuchmaschinenbetreiber bieten standardmäßig die Möglichkeit, Treffer in einem neuen Browserfenster zu öffnen.</p>
<p>Die drei untersuchten Metasuchmaschinen verzichten in der Regel auf das Anzeigen zusätzlicher Informationen. In Tabelle 5 Kriterienübersicht Ergebnisseite können Sie die einzelnen prozentualen Häufigkeitswerte nachlesen.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="588">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" width="387"><strong>Ergebnisseiten </strong></td>
<td width="59"><strong>% SuM </strong></td>
<td width="69"><strong>% Portal </strong></td>
<td width="72"><strong>% MeS</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Titel des Dokuments</td>
<td width="59" valign="bottom">100%</td>
<td width="69" valign="bottom">100%</td>
<td width="72" valign="bottom">100%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Beschreibung</td>
<td width="59" valign="bottom">100%</td>
<td width="69" valign="bottom">100%</td>
<td width="72" valign="bottom">100%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">URL</td>
<td width="59" valign="bottom">100%</td>
<td width="69" valign="bottom">100%</td>
<td width="72" valign="bottom">100%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Dateigröße</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="69" valign="bottom">0%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Dateityp</td>
<td width="59" valign="bottom">57%</td>
<td width="69" valign="bottom">38%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Letzte Änderung / Aufnahme in den Index</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="69" valign="bottom">0%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Clusteranalyse</td>
<td width="59" valign="bottom">0%</td>
<td width="69" valign="bottom">0%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Rechtschreibkorrektur-/Vorschlag</td>
<td width="59" valign="bottom">29%</td>
<td width="69" valign="bottom">13%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Vorschlag verwandter Begriffe</td>
<td width="59" valign="bottom">29%</td>
<td width="69" valign="bottom">13%</td>
<td width="72" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Kennzeichnung paid-Links</td>
<td width="59" valign="bottom">100%</td>
<td width="69" valign="bottom">63%</td>
<td width="72" valign="bottom">67%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Länge der Trefferliste (individualisierbar?)</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="69" valign="bottom">50%</td>
<td width="72" valign="bottom">33%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Keyword highlighting</td>
<td width="59" valign="bottom">100%</td>
<td width="69" valign="bottom">75%</td>
<td width="72" valign="bottom">100%</td>
</tr>
<tr>
<td width="18">B</td>
<td width="369" valign="bottom">Link im neuem Fenster öffnen</td>
<td width="59" valign="bottom">71%</td>
<td width="69" valign="bottom">100%</td>
<td width="72" valign="bottom">100%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Tabelle 5 Kriterienübersicht Ergebnisseite</p>
<h3>4.5. Hilfe</h3>
<p>Ausgehend von der allgemeinen Feststellung aus dieser Untersuchung, dass es wenige Standards gibt wie ein Suchinterface aufgebaut zu sein hat und welche Suchmöglichkeiten angeboten werden, müssen die Anbieter Ihre Suche erklären. Da der Benutzer mit einer Problemstellung zum Betreiber kommt, ist Hilfe ein essentieller Bestandteil eines Suchservices. Bei der Erstellung eines Webservices besteht immer der Bedarf einer Hilfe, auch wenn die Entwickler und Betreiber noch so sehr der Meinung waren, dass die Lösung eigentlich selbsterklärend ist. Auch unter Gesichtspunkten der Usability ist eine Hilfe wichtig, denn nicht alle Beschreibungen und Bedienelemente sind selbsterklärend bzw. auf den ersten Blick ersichtlich. Es ist auch nicht hilfreich, die Hilfe hinter einem kleinen Fragezeichen zu verbergen, wenn genug Platz wäre, das Wort Hilfe auch auszuschreiben.</p>
<p>Die Hilfe führt neue Nutzer an die Suche heran und hilft Erfahrenen die eigene Suchstrategie zu verbessern. Besonders der Mehrwert einiger Suchmaschinen wird erst durch eine gute Hilfe zugänglich – woher sonst sollte man Wissen, dass man die Suchmaschine auch als Taschenrechner, Lexikon, UPS-Pakettracker oder Postleitzahlenbuch gebrauchen kann? Zudem können fortgeschrittene Benutzer oder Interessierte sich die Sonderfunktionen einer Suchmaschine erklären lassen. Um auftretende Fragen nicht mit dem abwandern zu einem anderen Suchmaschinenbetreiber zu bestrafen, sollte also eine sinnvoll beschriftete, leicht zu erreichende Hilfe in jedem Pflichtenkatalog für die Seite stehen. Unter optimalen Bedingungen gibt es für verschiedene Nutzertypen die Möglichkeit eines mehrfachen Zugriffs auf die Hilfe. Als Möglichkeiten des Zugriffs bieten sich hier eine FAQ, Guided Tour, erläuterte Beispielsuchen, Fließtext, Bilderanleitungen oder auch Mengendiagramme zur Erklärung von Booleschen Operatoren und Filtern an. Einige Suchmaschinenanbieter blenden auch unter der Suchzeile wechselnde Tipps zur Vereinfachung der Nutzung ein. Nach diesen Hilfemöglichkeiten haben wir bei allen Anbietern geschaut. Wir waren sehr erstaunt, dass nur ein einziger Anbieter alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat – der Branchenprimus Google, nur knapp dahinter Alltheweb.com. Noch erstaunlicher fanden wir allerdings, dass ein Anbieter auf jegliche Form von Hilfe verzichtet. Andere beschreiben Funktionen, die gar nicht mehr vorhanden sind. Auch mit zu kleiner Schrift kann man kaum noch von Hilfe sprechen, wenn man eine Lupe zum lesen benötigt. Problematisch ist auch das anbieten von unterschiedlichen Hilfen, die zudem nicht das Gleiche beschreiben und nicht aufeinander verlinkt sind.</p>
<p>Auffällig war bei den Ergebnissen, dass die Metasuchmaschinen mit besonders langen und ausführlichen FAQs aufwarten. Aufgrund der ausführlichen FAQs sind meist kaum noch weitere Hilfefunktionen vorhanden.</p>
<p>Für Suchmaschinenbetreiber scheint das Thema Hilfe schon eher ausgeprägt zu sein als dies bei Portalanbietern der Fall ist. Quasistandard ist hier ein Inhaltsverzeichnis mit entsprechenden Beispielsuchen als Suchtipps. Die Portalanbieter hingegen nutzen eher die Möglichkeit einer FAQ mit entsprechenden Suchtipps, allerdings weniger stark ausgeprägt als bei den Suchmaschinen.</p>
<p>Von einem Glossar macht so gut wie kein Anbieter Gebrauch, anscheinend scheint jeder mit Begriffen wie Trunkierung, Stemming und Boolescher Algebra aufgewachsen zu sein. Zusammen genommen kann man sagen, dass es eine große Uneinheitlichkeit gibt, wie man dem Nutzer bei Fragen mit dem Angebot zur Seite steht.</p>
<p>Die genauen Ergebnisse der Kriterienrubrik Hilfe können Sie der Tabelle 6 entnehmen.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="576">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" width="384"><strong>Hilfe </strong></td>
<td width="59"><strong>% SuM </strong></td>
<td width="74"><strong>% Portal </strong></td>
<td width="60"><strong>% MeS</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>B</td>
<td>100%</td>
<td valign="bottom">FAQ</td>
<td valign="bottom">43%</td>
<td width="74" valign="bottom">50%</td>
<td width="60" valign="bottom">100%</td>
</tr>
<tr>
<td>B</td>
<td>100%</td>
<td valign="bottom">Inhaltsverzeichnis</td>
<td valign="bottom">71%</td>
<td width="74" valign="bottom">38%</td>
<td width="60" valign="bottom">33%</td>
</tr>
<tr>
<td>B</td>
<td>100%</td>
<td valign="bottom">Glossar</td>
<td valign="bottom">14%</td>
<td width="74" valign="bottom">25%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
<tr>
<td>D</td>
<td>100%</td>
<td valign="bottom">Suchtipps</td>
<td valign="bottom">71%</td>
<td width="74" valign="bottom">58%</td>
<td width="60" valign="bottom">44%</td>
</tr>
<tr>
<td>D</td>
<td>100%</td>
<td valign="bottom">Bemerkung/Besonderheit</td>
<td valign="bottom">10%</td>
<td width="74" valign="bottom">8%</td>
<td width="60" valign="bottom">0%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Tabelle 6 Kriterienübersicht Hilfe</p>
<h2>5. Fazit</h2>
<p>Wir konnten feststellen, dass sich der Funktionsumfang und vor allem die Interface der unterschiedliche Suchmaschinenanbieter erheblich voneinander unterscheiden. Auch konnten wir feststellen, dass Portalbetreiber überwiegend einen geringeren Funktionsumfang anbieten als die Suchmaschinenanbieter. Dieser reduzierte Umfang wird nur in geringem Maß durch zusätzliche Angebote, wie beispielsweise kostenpflichtige Recherchedienste, aufgefangen. Großteils wirken die Suchangebote der Portalanbieter wie das, was sie auch sind: integrierte Fremdleistungen, die wenig mit dem eigenen Angebot zu tun haben. Sicherlich resultiert hieraus auch der eher geringe Marktanteil in Deutschland (vgl. <a href="http://www.webhits.de/deutsch/index.shtml?/deutsch/webstats.html">http://www.webhits.de/deutsch/index.shtml?/deutsch/webstats.html</a>).</p>
<p>Mittlerweile sind Suchmaschinen aber nicht nur ein Rechercheinstrument. Vielmehr haben Sie sich auch zu einem Marketinginstrument entwickelt. Das zeigt schon, wie viel Aufwand seitens kommerzieller Anbieter betrieben wird, um ein hohes Ranking in den Trefferlisten zu erreichen.</p>
<p>Die großen Portalanbieter sind nun selbst kommerzielle Content- und oft auch Dienstleistungsanbieter, indem sie Content vertreiben oder selber erstellen und Dienstleitungen wie integrierte Shopsysteme oder Musikdownloaddienste anbieten.</p>
<p>Wenn man Suchanfragen nach Broder (2002) unterteilt und davon ausgeht, dass auch in Deutschland ein nennenswerter Anteil der Suchanfragen transaktionsorientiert ist (vgl. Lewandowski 2004a), stellt sich die Frage, warum die Portalanbieter ihre Suchfunktionalitäten in so geringem Maß mit Ihrem eigenem Angebot koppeln. Unter der Annahme, dass dem jeweiligem Portalanbieter strukturiertere Informationen zu den eigenen Angeboten und Dienstleistungen vorliegen, sollte eine Anreicherung der Ergebnisseite mit diesen Inhalten möglich und ökonomisch sinnvoll sein. Derzeit muss der Nutzer aber selber aktiv werden und in den meisten Fällen einen Reiter Produkte oder Shopping wählen. Dieses erhöht die Distanz zu den eigenen Inhalten und den kognitiven Aufwand der Nutzer.</p>
<p>Immerhin wird bei TOI derzeit auf eine Anfrage nach „Musik Madonna“ bereits ein als Premiumergebnis gekennzeichneter Werbebanner zum TOI-eigenen Musikdownloaddienst Musicload angezeigt. Hier könnte die Anfrage gleich an Musicload durchgereicht und der für den Nutzer informationsarme Banner durch einige Links zu Madonna spezifischen Inhalten aus dem Angebot von Musicload ersetzt werden. Ähnlich verhält es sich auch bei den anderen Portalanbietern. Gerade für transaktionsorientierte Suchanfragen könnten die Portalanbieter durch ein besser integriertes Suchangebot zusätzliche Dienste und auch Einkünfte generieren.</p>
<p>Aber auch die Suchmaschinenanbieter zeigen Schwächen. Zwar bieten sie immer mehr spezielle Suchfunktionen, integrieren diese aber nicht in ihre Suchmasken. Alleine Google listet derzeit 16 verschiedene Funktionalitäten in seiner Beschreibung auf (<a href="http://www.google.de/intl/de/features.html">http://www.google.de/intl/de/features.html</a>), die sich nicht aus den Suchmasken ableiten lassen. Die Ergebnisseiten werden aber nur selten für weitere Angebote genutzt.</p>
<p>Bekanntermaßen sind die Suchanfragen im Konsumerbereich eher kurz und damit unspezifisch. Die daraus resultierende Treffermenge ist entsprechend mächtig. Wenn wir die Internetsuche als den Weg zur Deckung des Informationsbedarfes betrachten, gibt die Ergebnisseite erste Hinweise auf die Distanz, hier meistens also einen recht langen Weg. Ein dialogorientiertes System sollte dem Nutzer hier positive Rückmeldungen aufzeigen, so dass der Nutzer das Gefühl erhält, dass sich diese Distanz verringert. Solche Rückmeldungen können durchaus die Motivation der Nutzer erhöhen. Bisher werden die Trefferlisten aber selten für unterstützende Rückmeldungen genutzt. Zwar kann der Nutzer innerhalb der Ergebnisse mithilfe eines neuen Begriffs suchen und damit in einem iterativem Prozess die Suchanfrage seinem Informationsbedarf anpassen, nutzen wird er diese aber aufgrund mangelnder Recherchekenntnis eher selten. Eine Unterstützung durch den Vorschlag von weiteren Suchbegriffen zur Ergebniseingrenzung oder eine Zusammenfassung ähnlicher Treffer (Clusteranalyse) wird selten angeboten. Gerade hier aber liegen Möglichkeiten, auch weniger gut formulierte Suchanfragen Mithilfe des Nutzers zu verbessern, somit seinen Informationsbedarf zu spezifizieren und schlussendlich gute Ergebnisse zu generieren.</p>
<h2>6. Schlussbemerkung</h2>
<p>Aufgrund der Fragestellung nach den etablierten Standards der Nutzerschnittstellen von Suchmaschinen, erschien es uns notwendig, diese regelmäßig zu evaluieren. Demzufolge haben wir versucht, eine gewisse Dynamik in unsere Methodik einzubringen. Deshalb wurden während der Bewertung der einzelnen Anbieter besondere Kennzeichen gesammelt, die nicht in die systematische Bewertung der Angebote eingegangen sind. Hieraus lassen sich weitere Kriterien ableiten um eine erneute Evaluation durchzuführen. Im Rahmen der Projektarbeit wurden auch die Zugehörigkeiten der Anbieter zu Firmenverbünden, die Nutzung gemeinsamer Technologiepartner und den damit verbundenen Abhängigkeiten von gemeinsamen Datenbeständen und die Verschmelzung durch Firmenaufkäufe betrachtet. Aufgrund der Dynamik der Entwicklung im Suchmaschinenmarkt ist dies auch notwendig. Allein durch die Abschaltung der Indizes von Altavista und Alltheweb, die erst nach unserer Untersuchung erfolgte, sind bereits einige der hier noch festgestellten Merkmale nicht mehr Teil der besagten Angebote (vgl. Lewandowski 2004b). Außerdem lassen sich Trends nur durch einen kontinuierlichen Beobachtungsprozess feststellen und bestätigen.</p>
<p>Abschließend danken wir unserem Kommilitonen Jochen Braun für seine umfangreiche und konstruktive Mitarbeit an diesem Projekt. Aufgrund seines derzeit stattfindenden berufspraktischen Semesters konnte er leider nicht an der Erstellung dieses Artikels mitwirken, war aber maßgeblich an der zugrunde liegenden Arbeit beteiligt.</p>
<h2>Literaturliste</h2>
<p><strong>Broder, 2002</strong></p>
<p>Broder, A. (2002): A taxonomy of web search. SIGIR Forum 36(2) &#8211; http://www.acm.org/sigir/forum/F2002/broder.pdf [30.10.2004]</p>
<p><strong>Kaczmirek 2003</strong></p>
<p>Kaczmirek, L. Gebrauchstauglichkeit der Ergebnisseiten von Suchmaschinen. In G. Szwillus, J. Ziegler (Hrsg.), Mensch &amp; Computer 2003: Interaktion in Bewegung (S. 337-347). Stuttgart: B. G. Teubner. &#8211; <a href="http://mc.informatik.uni-hamburg.de/konferenzbaende/mc2003/konferenzband/muc2003-33-kaczmirek.pdf">http://mc.informatik.uni-hamburg.de/konferenzbaende/mc2003/konferenzband/muc2003-33-kaczmirek.pdf</a> [30.10.2004]</p>
<p><strong>Lewandowski 2004a</strong></p>
<p>Lewandowski, D. Bewertung von linktopologischen Verfahren als bestimmender Ranking-Faktor bei WWWSuchmaschinen. Vortrag Wissensorganisation und gesellschaftliche Verantwortung. 9. Tagung der Deutschen ISKO (Wissensorganisation&#8217;2004) &#8211; <a href="http://www.durchdenken.de/lewandowski/doc/isko2004.pdf">http://www.durchdenken.de/lewandowski/doc/isko2004.pdf</a> [06.11.2004]</p>
<p><strong>Lewandowski 2004b</strong></p>
<p>Lewandowski, D. Abfragesprachen und erweiterte Funktionen von WWW-Suchmaschinen. In: IWP &#8211; Information: Wissenschaft und Praxis (nfd) 55(2004)2, 97-102 &#8211; <a href="http://www.durchdenken.de/lewandowski/doc/Suchmaschinen-Funktionen.pdf">http://www.durchdenken.de/lewandowski/doc/Suchmaschinen-Funktionen.pdf</a> [30.10.2004]</p>
<hr />Hier finden Sie einen Scann des Artikels: <a href="../../dokumente/iwp-01-2005-Fauldrath-Kunisch-Suchmaschineninterfaces.pdf">http://www.fauldrath.net/dokumente/iwp-01-2005-Fauldrath-Kunisch-Suchmaschineninterfaces.pdf</a></p>


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		</item>
		<item>
		<title>Genios Award 2005</title>
		<link>http://www.fauldrath.net/genios-award-2005/54</link>
		<comments>http://www.fauldrath.net/genios-award-2005/54#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2005 17:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fauldrath.net/wordpress/?p=54</guid>
		<description><![CDATA[Mit dem GENIOS Award, ein Preis der jährlich im Rahmen des newcomer-forum der DGI-Online-Tagung an drei studentische Projektarbeiten verliehen wird, wurde dieses Jahr die studentische Projektarbeit Evaluation des T-Online OnComputer und onComputer Insider anhand eines heuristischen Benchmarkings mit vergleichbaren Webangeboten unseres Projektteams (Jochen Braun, Jens Fauldrath und Arne Kunisch) ausgezeichnet. Teile der Projektarbeit werden im Rahmen [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Mit dem <a title="DGI-Award" href="http://www.newcomer-tag.de/26460/8930.html" target="_blank">GENIOS Award</a>, ein Preis der jährlich im Rahmen des <a title="Newcomer-Forum 2005" href="http://www.newcomer-tag.de/" target="_blank">newcomer-forum</a> der <a title="DGI-Online-Tagung 2005" href="http://www.online-tagung.de/" target="_blank">DGI-Online-Tagung</a> an drei studentische Projektarbeiten verliehen wird, wurde dieses Jahr die studentische Projektarbeit <strong>Evaluation des</strong> <strong>T-Online OnComputer und onComputer Insider anhand eines heuristischen Benchmarkings mit vergleichbaren Webangeboten</strong> unseres Projektteams (Jochen Braun, Jens Fauldrath und Arne Kunisch) ausgezeichnet.</p>
<p>Teile der Projektarbeit werden im Rahmen des gleichnamigen Vortrags auf der 27. DGI-Online-Tagung vorgestellt:</p>
<p><strong>Session 12: Newcomer-Forum / Donnerstag 25.05.2005 von 12:00 bis 12:30</strong></p>
<p>Die Projektarbeit entstand im Rahmen des kooperativen Projekts <strong>Online-Traffic-Steuerung bei Paid-Content</strong>. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der T-Online International AG durchgeführt und seitens des Fachbereichs von Herrn Prof. Dr. Bernd Jörs betreut.</p>
<p><!--StartFragment -->Ziel und Intention des Projekts war die Beschäftigung mit praxisnahen Fragestellungen der Vermarktung von Informationen am Beispiel des professionellen Portalmanagements eines Internet-Providers. Hintergrund der Fragestellung ist die Tatsache, dass eine Vielzahl der Angebote im Internet von Wirtschaftsunternehmen erstellt und betrieben werden. Sie sind somit kommerzieller Natur. Daraus ergibt sich für die Anbieter die Notwendigkeit, entweder selbst mittelfristig einen positiven Deckungsbeitrag zu erzielen oder zumindest positive Verbund- und Ausstrahlungseffekte mit dem Angebot auf andere Geschäftsbereiche zu nutzen.</p>
<p><span id="more-54"></span>Als Untersuchungsobjekt der jetzt ausgezeichneten Projektgruppe diente der o<strong>nComputer Insider</strong>, ein Abonnementdienst mit dem Themenschwerpunkt Computer. Ziel der Projektarbeit war es festzustellen, inwieweit die angebotenen Abonnementdienste mit den Angeboten bekannter Verlage im Internet vergleichbar sind. Da die meisten im Internet vertretenen Verlage ihre publizistische Erfahrung schon seit einigen Jahren auf dieses neue Medium übertragen haben, sollte diese Untersuchung klären, ob die neuen Abonnementangebote der T-Online International AG qualitativ mit denen der Verlage konkurrieren können.</p>
<p>Zudem wurde untersucht, ob die angebotenen Produkte aus dem Paid-Content-Bereich von anderen Anbietern in vergleichbarer Qualität kostenlos zur Verfügung gestellt werden.<br />
Zum Vergleich wurden die folgenden Angebote renommierter Verlage im IT-Umfeld herangezogen:</p>
<ul>
<li>Chip-Online</li>
<li>Heise Verlag, hier speziell die Zeitschrift c´t und</li>
<li>vnu.net, hier speziell das Angebot der PC-Professional</li>
</ul>
<p>Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich vom 01.10.2003 bis zum 15.01.2004.</p>
<p>Als Basis für den von der Projektgruppe erstellten Kriterienkatalog diente der Web Usability Index [Harms, Schweibenz, Strobel 2002].</p>
<p>Die Kriterien der Untersuchung wurden in vier Kategorien eingeteilt und wie folgt beschrieben:</p>
<p>1. Untersucht wurden die <strong>Inhalte</strong> der einzelnen Seiten. Von welcher Qualität sind die redaktionellen Inhalte? Auf welchem Niveau bewegen sich diese? Welche Rolle spielen andere Inhalte wie ergänzende Downloads, Videos usw.? Handelt es sich um vollständige Informationsangebote oder sind die Angebote komplementär zu den jeweiligen Publikationen der Verlage?</p>
<p>2. Da das Internet ein Kommunikationsmedium ist, wurde geprüft, in wieweit die Möglichkeiten der <strong>Kommunikation</strong> und <strong>Interaktion</strong> mit den Nutzern und der Nutzer untereinander Teil der Angebote sind. Ein schlüssiges Kommunikationskonzept kann entscheidend zur Bildung einer Nutzergemeinschaft (Community) und damit zu einer Identifikation mit dem Angebot beitragen.</p>
<p>3. Wie ist die <strong>Präsentation </strong>der angebotenen Informationen und Dienste? Dieses ist der klassische Bereich, der allgemein als Usability bezeichnet wird. Untersucht wird hier die Nutzerführung, die Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit. Da es sich um kommerzielle Angebote handelt, wurde aber auch der Einsatz und Umfang von Werbung, sowie die Möglichkeit zur Individualisierung der Angebote, welche mit der Angabe von Nutzerdaten einhergeht, untersucht.</p>
<p>4. Zuletzt haben wir die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten (<strong>Transaktion</strong>) sowie die <strong>Transparenz</strong> untersucht. Unter Transparenz verstehen wir hierbei die klare Trennung der bezahlten Inhalte von den frei Verfügbaren, damit dem Nutzer immer klar ist, wann er was zu bezahlen hat. Wichtig sind aber auch vertrauensbildende Maßnahmen, wie sie in klassischen Publikationen üblich sind (Autorenkürzel an den Beiträgen, Angabe der Werbepartner, Quellenangaben, Zeitangaben der Entstehung usw.), sowie die Möglichkeit, vorhandene Abonnements problemlos zu kündigen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.fauldrath.net/dokumente/mmAngebotsbewertung.jpg" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0000ff;"><img class="size-full wp-image-55 aligncenter" title="Abbildung 1: Kriterienkatalog Übersicht" src="http://www.fauldrath.net/wp-content/uploads/2009/07/mmangebotsbewertung-e1w.jpg" alt="Abbildung 1: Kriterienkatalog Übersicht" /><br />
</span></span></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p>Der umfassende Kriterienkatalog wurde in einer Mindmap festgehalten (siehe Abbildung 1: Kriterienkatalog Übersicht) und in eine Excel-Matrix überführt. Die einzelnen Angebote wurden anschließend anhand dieser Matrix bewertet. Eine verbale Beschreibung und Begründung wurde für jedes Angebot erstellt und als vollständige Ausarbeitung mit Ideen zur Produktverbesserung bei T-Online vorgestellt und ausgehändigt. Im Anschluss wurde ein Teamgespräch mit den Verantwortlichen bei T-Online geführt. Die erarbeiteten Ideen wurden ausführlich besprochen und fanden Eingang in die Produktüberarbeitung. Dies führte als Ergebnis laut T-Online zu einer Steigerung der Nutzerakzeptanz und Besucherzahlen.</p>
<p>Im Rahmen des anstehenden Vortrags wird nach einer kurzen Erläuterung der Projekthintergründe der Kriterienkatalog vorgestellt. Abschließend werden exemplarisch einige der Ergebnisse präsentiert.</p>
<p><!--StartFragment -->Die Präsentation und den Beitrag zu den Proceedings können Sie hier per Download beziehen:<br />
<a href="http://www.fauldrath.net/dokumente/evaluationOnComputerInsider.pps" target="_self">Download Präsentation Evaluation des T-Online onComputer anhand eines heuristischen Benchmarkings</a><br />
<a href="http://www.fauldrath.net/dokumente/GeniosAward-2005-Ausarbeitung.pdf">Download des Beitrags zu den Proceedings der 27.Online-Tagung der DGI</a></p>
<hr />
<h3>Literaturhinweis</h3>
<p><strong>Eichinger, 2004<br />
</strong>Armin Eichinger: Usability: <a href="http://pcptpp030.psychologie.uni-regensburg.de/student2001/Skripten/Zimmer/usability.html">http://pcptpp030.psychologie.uni-regensburg.de/student2001/Skripten/Zimmer/usability.html</a> [01.10.2003]</p>
<p><strong>Harms, Schweibenz, Strobel 2002</strong><br />
Usability Evaluation von Web-Angeboten mit dem Web Usability Index&#8221; von Ilse Harms,Werner Schweibenz und Johannes Strobel, erschienen in: Proceedings der 24.DGIOnline-Tagung &#8211; Content in Context, Frankfurt am Main 4. &#8211; 6. Juni 2002 Seite 283-292.</p>
<p><strong>Keevil 1998<br />
</strong>Keevil, Benjamin (1998): Measuring the Usability Index of Your Web Site. In: CHI &#8217;98.<br />
Conference Proceedings on Human Factors in Computing Systems. April 18-23, 1998, Los Angeles, CA. The Association for Computing Machinery, Special Interest Group on Computer Human Interaction. New York, NY: ACM Press. 271-277. Verfügbar im Internet, URL: <a href="http://www3.sympatico.ca/bkeevil/sigdoc98/index.html">http://www3.sympatico.ca/bkeevil/sigdoc98/index.html</a>. [04.10.2003]</p>
<p><strong>Schweibenz, Strobel, 2002</strong><br />
Werner Schweibenz, Johannes Strobel: WUI &#8211; Web Usability Index als Excel-Sheet: <a href="http://usability.is.uni-sb.de/werkzeuge/WUI_netz.xls">http://usability.is.uni-sb.de/werkzeuge/WUI_netz.xls</a> [04.10.2003]</p>
<p><strong>Übersetzung der Quicklist for Web Communication, 2000<br />
</strong>Heuristics for Web Communication, erschienen in Technical Communication August 2000, Vol. 47, No. 3, S. 301-410. 2000 Society for Technical Communication. Deutsche Übersetzung der Heuristiken für Webkommunikation: Werner Schweibenz, 2001 URL: <a href="http://www.tekom.de/resourcen/pdf/heuristiken.zip">http://www.tekom.de/resourcen/pdf/heuristiken.zip</a> [04.10.2003]  Aktuell [20.03.2005]: <a href="http://www.tekom.de/downloads.jsp">http://www.tekom.de/downloads.jsp</a></p>
<p><strong>ZAW, 2004</strong><br />
Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V. , Aktuelle Werbekonjunktur <a href="http://www.interverband.com/dbview/owa/IGservsearch1.opt4middlerow?puid=688711&amp;paid=184&amp;pccat=15056&amp;pscat=4247&amp;purl=/zaw">http://www.interverband.com/dbview/owa/IGservsearch1.opt4middlerow?puid=688711&amp;paid=184&amp;pccat=15056&amp;pscat=4247&amp;purl=/zaw</a> [04.01.2004]</p>


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